Zum Tod von Gerhard Müller

„Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Familie noch Weihnachten feiern kann“, sagte mir Gerhard Müller und erkundigte sich nach den Adressen von alten Kollegen, von denen er sich verabschieden wollte. Das war vor mehr als einem Jahr, und er hat es intensiv genutzt. Akribisch recherchierte er für ein Buch über den Ausonius-Pilgerweg, schnitt einen Familienfilm, der bei seinem 80.Geburtstag gezeigt wurde und machte sich auf eine spirituelle Reise des Abschieds.

Die geistliche Vertiefung dessen, was er tat, war dem ehemaligen Priester stets wichtig. Bis zu seiner Pensionierung hatte er beim ZDF zunächst in der Redaktion Kirche und Leben vor allem die Reihe „Kontakte“ über Lebenshilfefragen betreut und war dann in die Redaktion Kinder und Jugend gewechselt. Er war ein geschätzter Kollege, der sich seinen trockenen Humor bis zuletzt bewahrte. Kurz nach seinem 80. Geburtstag hat er seinen irdischen Pilgerweg beendet.

Dieses Jahr muss seine Familie Weihnachten ohne ihn feiern. Seiner Frau, den drei Kindern und zahlreichen Enkelkindern gilt unsere Anteilnahme.

Michaela Pilters

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