Trauer um Jörg Hammann

Noch immer ist es unfassbar. Jörg Hammann, GKP-Mitglied und langjähriger Leiter des Münchner KNA-Büros ist tot. Er starb überraschend am 17. Januar – nur wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag. Neben seiner Frau hinterlässt er drei Töchter und mehrere Enkelkinder.   

Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Theologie in Freiburg begann er seine journalistische Ausbildung zunächst als ifp-Stipendiat. Ab 1987 arbeitete er für die Katholische Nachrichtenagentur, von 1995 bis 2001 als Redaktionsleiter des Bayerischen Büros in München. Nach kurzer Tätigkeit in der Pressearbeit der Landesbausparkasse übernahm er 2002 von seinem Vater den Familienbetrieb, der sich auf die Ortung von undichten Stellen in kommunalen Trinkwassernetzen spezialisiert hatte.

Dem Journalismus blieb Jörg Hammann auch nach dem Wechsel in die Privatwirtschaft verbunden. Als Vorstandsmitglied im Bayerischen Presseclub und als GKP-Mitglied – dem Verband gehörte er seit 1989 an – verfolgte er mit großem Interesse die Arbeit einstiger Kollegen, mit denen er vielfach freundschaftlich verbunden blieb. Publizistisch wirke er auch als Buchautor: Zusammen mit Ulrich Harprath verfasste er einen Leitfaden für Journalisten und mit Barbara Just veröffentlichte er das Papstbuch „Mein Herz schlägt bayrisch“.

Fünf Jahre lang durfte ich gemeinsam mit Jörg Hammann Termine für die GKP Region München koordinieren und anbieten. Für mich waren dabei unsere Vorbereitungstreffen nicht weniger interessant als die eigentlichen Veranstaltungen. Wenn Jörg voller Leidenschaft aktuelle kirchliche oder politische Strömungen kommentierte und dabei zur Hochform auflief, dann konnte einem das Herz höher schlagen. So sehr er sich über Bischöfe und Kirchenvertreter auch ereifern konnte, seine tiefe Verwurzelung im Glauben leuchtete dabei stets auf.

Wenn Jörg Fragen stellte – und er tat es leidenschaftlich gern – dann war das stets mehr als journalistisches Handwerkszeug. Menschen interessierten ihn und jeder Gesprächspartner konnte das sofort spüren. Das machte ihn so nahbar. Er war nicht nur ein freundschaftlicher Begleiter. Wo immer er konnte, versuchte er andere zu fördern und zu unterstützen. Deshalb ist es auch so schmerzlich, dass er jetzt nicht mehr da ist. Er wird uns fehlen. Der Herrgott möge ihn in sein himmlisches Reich aufnehmen und seine Familie in ihrer Trauer trösten.

Max Kronawitter
(Foto: Gabriele Riffert)

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