Baden-Württembergs MP Kretschmann würdigt katholische Publizisten

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Teilnehmenden der GKP-Jahrestagung in Stuttgart mit einem Grußwort in der Landeshauptstadt willkommen geheißen. Dabei ging er auch auf das Thema der Tagung „Kirche und Wirtschaft“ ein. Klar sei, dass die Wirtschaft grundlegend für sozialen Wohlstand sei. Klar sei aber auch, dass wirtschaftliches Handeln mit Verantwortung verbunden sei. Orientierung könne die Katholische Soziallehre bieten. Kretschmann betonte: „Eine starke Wirtschaft ist sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und handelt nicht losgelöst von Gerechtigkeit und solidarischem Miteinander.“

Zudem hat Kretschmann sich froh über die Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine gezeigt. In seinem Grußwort würdigte er auch „das Engagement der katholischen Kirche, unter deren Dach Tag und Nacht Überlebenshilfe für Kriegsbetroffene und Flüchtlinge geleistet wird“.

Im Rahmen ihres bis Samstag dauernden Treffens trafen die GKP-Mitglieder auch den Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst. Er warb für eine „Erneuerung der Kirche – strukturell, aber auch spirituell“. Fürst nannte die Kirche „gefährdet“. Es gebe oft eine Unfähigkeit, Menschen „in ihren individuellen Lebenssituationen zu begegnen und sie wertschätzend ernst zu nehmen“. Weiter beklagte der Bischof einen „Missbrauch von Macht“ in der Kirche und „Mängel im System“. Mehrfach kritisierte Fürst eine unzureichende Aufarbeitung von Missbrauch und die Vertuschung von Straftaten. Immer wieder wende sich Kirche in Kälte von Menschen ab - auch von Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Heute zögen sich auch Menschen von der Kirche zurück, die sich lange engagiert hätten, so der Bischof. In Gesprächen und Briefen erlebe er „Wut, Trauer und Enttäuschung“.

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