Katholische Erwachsenenbildung und katholische Publizisten für freie Lizenzen bei öffentlich-rechtlichen Bildungsinhalten

Artwort der Kampagne "Öffentliches Geld, öffentliches Gut": Verschiedene gezeichnete Menschen nutzen Inhalte.​Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland (KEB) und die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) fordern die Verantwortlichen in den Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf, Bildungsinhalte möglichst unter freier Lizenz und dauerhaft online verfügbar anzubieten. Die beiden katholischen Verbände unterstützen die Kampagne "Öffentliches Geld – öffentliches Gut!" gemeinsam mit Wikimedia Deutschland, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und dem Bündnis Freie Bildung. 

"Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern entsteht hochwertiger Journalismus, der das Gemeinwohl fördert", erläutert Felix Neumann, Mitglied des Vorstands der GKP: "Wenn diese Inhalte dauerhaft verfügbar sind, profitiert die ganze Gesellschaft. Auch für Urheberinnen und Urheber ist es ein Gewinn, wenn ihre Arbeit nicht nach kurzer Zeit wieder gelöscht wird." Andrea Heim, Bundesgeschäftsführerin der KEB, ergänzt: "Freie Lizenzen stärken die Bildungsarbeit. Erwachsenenbildung ist Demokratiebildung: Das können die öffentlich-rechtlichen Medien mit ihren Inhalten unterstützen." 

Der neue Rundfunkstaatsvertrag zwingt öffentlich-rechtliche Sender nicht mehr dazu, Inhalte nach einer gewissen Zeit zu löschen. Diese Möglichkeit, Inhalte dauerhaft verfügbar zu machen, begrüßen KEB und GKP. Sie fordern die Sender auf, Bildungsinhalte nach Möglichkeit so zu veröffentlichen, dass sie unkompliziert in Schule, Bildungswesen und gemeinwohlorientierten Projekten wie der Wikipedia genutzt werden können. Dazu braucht es eine Verankerung freier Lizenzen in den Telemedienkonzepten der Sender und eine angemessene Vergütung der Urheberinnen und Urheber, die von den Sendern beauftragt werden.

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