Buchtipp: Alles nur Fake!

Eva Linsinger Alles nur FakeRedaktionen schrumpfen, PR-Stäbe im Politikbetrieb werden weiter aufgestockt. Ein Bild des ungleichen Kampfes der PR-Maschine von Politik und Wirtschaft gegen Journalistinnen und Journalisten, die immer öfter vom Zeitmangel, fehlendem Geld oder befristeten Arbeitsverträgen zurückgehalten werden, zeichnet Eva Linsinger in ihrer Theodor-Herzl-Vorlesung zur Poetik des Journalismus. Es ist die Krise der Demokratie und die Krise der Medien, die sich in einer gefährlichen Abwärtsspirale gegenseitig verstärken. Die Ressortleiterin Innenpolitik des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil sieht in dem Kontrollverlust und dem geschwächten Journalismus die Voraussetzungen dafür, dass populistische Parteimedien ohne störende journalistische Filter gedeihen können. Linsinger weist auf die Unterschiede zwischen unabhängigem Journalismus und unkritischer Jubelberichterstattung hin und kritisiert die bewusste Verbreitung von Fake News. (rub)

Eva Linsinger: Alles nur Fake! Journalismus in Zeiten von Postdemokratie, Message Control und Rechtspopulismus. Picus Verlag. Euro 15,00

 

Weitere Theodor-Herzl-Vorlesungen:

Alexandra Föderl-Schmid: Journalisten müssen supersauber sein. Anspruch und Wirklichkeit in der Medienwelt. Picus Verlag. Euro 14,90

Heribert Prantl: Die Welt als Leitartikel. Zur Zukunft des Journalismus. Theodor-Herzl-Vorlesung. Hrsg. von Hannes Haas. Picus Verlag. Euro 14,90

Armin Wolf: Wozu brauchen wir noch Journalisten? Picus Verlag. Euro 14,90

 

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