Katholische Publizisten gegen EU-Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Bergisch Gladbach – Die Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP) lehnt die Einführung eines EU-Leistungsschutzrechts sowie Uploadfilter im Rahmen einer EU-Urheberrechtsreform ab. „Es ist wichtig, dass Urheberrechte auch im Netz geschützt werden und Journalisten an den online erzielten Erträgen ihrer Arbeit angemessen beteiligt werden“, erklärt der Vorsitzende der GKP, Joachim Frank. „Aber weder ein Leistungsschutzrecht noch Uploadfilter nutzen Urhebern. Stattdessen gefährden sie die demokratische Öffentlichkeit.“

Durch ein Leistungsschutzrecht sollen künftig Überschriften oder kürzeste Abschnitte von Pressetexten nicht mehr ohne Erlaubnis verwendet werden dürfen. Das zielt vor allem auf Suchmaschinen und Dienstleister wie Google News, die digitale Inhalte sammeln, aufbereiten und verfügbar machen, gefährdet aber auch beispielsweise Zitate in Onlinemedien und Wikipedia. „Publizisten und die demokratische Öffentlichkeit brauchen Sichtbarkeit im Internet. Dazu gehört es, in Suchmaschinen gefunden und in Blogs und anderen Medien zitiert zu werden“, sagt Frank. „Weder in Spanien noch in Deutschland hat die Einführung eines Leistungsschutzrechts die Situation von Urhebern verbessert, stattdessen ist die Rechtsunsicherheit gewachsen.“ Weiterlesen »

Dass Kirche in den Berliner Medien kaum vorkommt, ärgert Beatrix Dombrowski

Beatrix Dombrowski ist Pressereferentin für Religion und Theologie des Verlag Herder am Standort Berlin.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?

Ick bin ne echte Bärlina Göre. Und katholisch noch dazu. Damit bin ich eine von etwa 331.500 katholischen Berlinern. Das sind gut zehn Prozent aller Einwohner. Und wenn man die evangelischen Gläubigen noch dazu nimmt, bin ich eine von Vieren. Sollte man bei der Zahl nicht davon ausgehen können, dass wir in der Berliner Tagespresse auch einmal Gehör finden? Und dass Berliner Kirchenereignisse auch einmal thematisiert werden? Pustekuchen! Die großen Tageszeitungen sparen ihre Kirchenredakteure sogar ein oder machen das „mal so nebenbei...“. Weiterlesen »

Abenteuer im Beruf: "Erklären Sie das mal!"

"Kirche zu erklären, erläutern, verstehbar zu machen, das ist und bleibt ein herausforderndes Abenteuer", sagt Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz und Leiter der Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit.

Pressestellen prägen Kommunikation. Mitunter etwas spröde, oft genug auskunftsfreudig. Es ist das Spannungsverhältnis zwischen Pressearbeit und PR. Wer hier heute noch trennen will, wird das kaum schaffen. Die beiden „P’s“ gehören zusammen. In beiden „P’s“ bin ich seit 16 Jahren unterwegs – vom kirchlichen Großereignis über die Politik und zur Kirche zurück. Gewiss, oft erlebe ich die Pressearbeit als fordernde Krisenkommunikation und manches Mal wünsche ich mir den alten Schreibtisch – damals bei Radio Vatikan – zurück, um im „Abenteuer Journalismus“ den Geschichten und Themen, den Thesen und Ideen journalistischer Arbeit nachzugehen. Weiterlesen »

Eckpunkte: Authentisch leben

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über innere Sehnsüchte und das ignatianische Beten:

Eine unserer sieben Fragen in den GKP-Informationen lautet: "Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?" Wie unterschiedlich die Antworten auch sein mögen, eine Eigenschaft wird fast immer genannt: "Authentisch sein". Aber was heißt das eigentlich? Es gibt zwei Modelle von Authentizität. Einmal das Entdeckungsmodell: In uns lebt schon ein "wahres Selbst", das uns aber verborgen ist und erst entdeckt werden muss. Daneben gibt es das Hervorbringungsmodell: Authentizität verlangt das freie Hervorbringen eines Selbst, das es noch gar nicht gibt. Die beiden Modelle sind von verschiedenen Philosophen vertreten worden. Rousseau vertraute auf eine wahre Natur, die wir entdecken könnten, Sartre meinte, dass wir uns jeden Moment frei hervorbringen müssten. Weiterlesen »

Katholisch! Was haben wir davon? Gesprächsabend der GKP Rheinland mit Andreas Püttmann

Zu einem Gesprächsabend unter dem Titel "Katholisch! Was haben wir davon?" mit dem Publizisten und GKP-Mitglied Dr. Andreas Püttmann laden die GKP-Regionalgruppe Rheinland und das Katholische Bildungswerk Bonn am Dienstag, den 19. Juni 2018 ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Katholischen Bildungswerk, Haus B, Saal, Kasernenstraße 60 in Bonn. Weiterlesen »

GKP Berlin besucht Dominikanerkloster in Moabit

Nach den Besuchen der Berliner GKP-Regionalgruppe in Gemeinden aus Ägypten und Syrien soll es beim nächsten Regionaltreffen in eine traditionsreichere katholische Ordenseinrichtung und Kirchengemeinde gehen. Unser Regionalbeauftragter Christoph Strack lädt ein in den Dominikaner-Konvent St. Paulus in Berlin-Moabit. Das Kloster und die von den Dominikanern betreute, sehr lebendige Pfarrgemeinde liegen in einem sehr interessanten und im Umbruch befindlichen Kiez. Weiterlesen »

Katholische Publizisten fordern Rechtssicherheit für Journalisten bei Umsetzung des EU-Datenschutzes

Die Gesellschaft katholischer Publizisten (GKP) fordert die staatlichen und kirchlichen Gesetzgeber auf, bei der Umsetzung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) Rechtssicherheit für Journalisten, Öffentlichkeitsarbeit und Zivilgesellschaft zu schaffen. „Immer noch ist unklar, was das neue Recht für Fotografen, Vereine und Pressestellen bedeutet“, erläutert der Vorsitzende der GKP, Joachim Frank. Insbesondere müssen die bewährten Regeln zum Recht am eigenen Bild aus dem Kunsturhebergesetz in das Bundesdatenschutzgesetz, die Landespressegesetze und das Gesetz über den kirchlichen Datenschutz (KDG) aufgenommen werden. Weiterlesen »

Lebendige Gemeinde aus dem Orient in Berlin

Amill Gorgis zeigt eines der liturgischen Bücher. Sie leben längst zu Hunderttausenden in Deutschland und sind nur selten im Blick der etablierten Kirchen: Christen aus dem Nahen Osten. Die Berliner Regionalgruppe (die im vorigen Jahr bei der koptischen Gemeinde im Osten der Stadt zu Gast war) bekam bei einem Besuch der syrisch-orthodoxen St. Jacob einen Eindruck vom Gemeindeleben. Es ist eine von vier syrisch-orthodoxen Gemeinden in Berlin.  Bundesweit gibt es in rund 60 Gemeinden an die 130.000 syrisch-orthodoxe Christen in  Deutschland. Etwa zehn Prozent kamen in den vergangenen Jahren als Flüchtlinge. Weiterlesen »

101. Katholikentag in Münster: Katholische Publizisten diskutieren mit Kretschmann, Woelki und Ates über "Störfaktor Religion"

"Toleranz heißt nicht, die zu tolerieren, die so ähnlich sind", betonte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Katholikentag: "Toleranz bedeutet ertragen, was mir nicht gefällt." Beim Podium "Störfaktor Religion" diskutierten Rainer Maria Kardinal Woelki und Seyran Ates, die Geschäftsführerin der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, mit dem Grünen über Grenzen und Provokationen von Religion in der Öffentlichkeit.

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Eckpunkte: Wie im Himmel

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über ein musikalisches Pfingsten:

Sommeridyll: Der kleine Daniel steht Geige spielend mitten im Kornfeld, die Ähren scheinen sich im Takt zu wiegen. Plötzlich wird das virtuose Spiel brutal unterbrochen. Drei gleichaltrige Jungen kommen gelaufen und schlagen auf Daniel ein. Kunst ist hier nicht erwünscht. Daniels Mutter zieht mit dem Achtjährigen weg aus dem Dorf; in der Stadt ist für seine musikalische Ausbildung besser gesorgt. Nach dem Unfalltod der Mutter nimmt sich ein Musikagent des Jugendlichen an. Daniel macht bald richtig Karriere. Der Agent kann sein Talent so vermarkten, dass er auf Jahre hinaus ausgebucht ist. Alle großen Konzertsäle feiern den Meisterdirigenten Daniel Daréus. Aber das exzessive Leben hat seinen Preis. Mitten in einem Sinfoniekonzert bricht er auf der Bühne zusammen: Herzinfarkt. Daniel ändert radikal sein Leben. Er kehrt zurück in sein Dorf, richtet sich im einstigen Schulhaus wohnlich ein, und langsam kommen in ihm die Erinnerungen hoch. Gut, dass ihn niemand erkennt – es ist alles gar lange her, und wer sollte sich noch an den kleinen Daniel erinnern? Weiterlesen »

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