Kultur als Unterbrechung im Getriebe

Johannes Loy (49) steht seit 1988 als Journalist in Diensten der Westfälischen Nachrichten/Zeitungsgruppe Münsterland und leitet seit 1995 das Feuilleton-Ressort

Wenn ich auf fast 30 Jahre Journalismus zurückblicke, kommt mir vieles abenteuerlich vor. Ich bin zwar kein typischer Jobhopper, der mit Kind und Kegel durch die Weltgeschichte zieht, heute hier und morgen da. Dafür bin ich viel zu bodenständig, liebe meine Heimatstadt Münster und das Münsterland und verfüge über die vielleicht typisch westfälische Skepsis gegenüber atemlosen Abenteuern und oberflächlichen Kicks. Aber „abenteuerlich“ im Sinne von spannend und herausfordernd sind diese 30 Jahre seit dem ersten „Termin“ als Freier Mitarbeiter mit 19 Jahren dennoch verlaufen. Weiterlesen »

Zu meinem Ärger: "Sexpriester" und "Prügelnonnen"

In der Rubrik "Zu meinem Ärger" äußert sich in den GKP-Informationen 06/2012 äußert sich Eva-Maria Kolmann, sie arbeitet im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Hilfswerk „Kirche in Not“.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?

„Priester dürfen nicht mit Kindern in die Sauna“ wusste WELT ONLINE kürzlich zu berichten. Wie werden Tausende katholische Geistliche nun ihre Zeit verbringen, möchte man sarkastisch fragen. „Sexpriester“ und „Prügelnonnen“ bevölkern die Medienlandschaft. Gefühlte 98 Prozent aller Priester und Ordensleute sind pervers. Die Kirchengeschichte in der Berichterstattung vieler Medien: Eine Orgie aus Sex and Crime. Weiterlesen »

Katholisches Medienhaus in Bonn eingeweiht

Bonn - Als eine wichtige Wegmarke für die katholische Medienarbeit in Deutschland hat am 11. Juni der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, die Einweihung des neuen Katholischen Medienhauses in Bonn bezeichnet. „Hinter dem Begriff ‚Katholisches Medienhaus’ steht eine Idee, die größer ist als das konkrete Gebäude. Es geht um den Versuch, die seit langem diskutierte Notwendigkeit einer Bündelung der Kräfte und einer besseren Vernetzung kirchlicher Medienengagements konkret umzusetzen. Wir wollen damit sachgerechte Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Medienzeitalters finden und im gemeinsamen Interesse aller der Kirche und den Themen des Glaubens eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit verschaffen“, sagte Erzbischof Zollitsch. Weiterlesen »

"Clearingstelle Medienkompetenz" der Bischofskonferenz nimmt Arbeit auf

Bonn/Mainz - Die katholische Kirche in Deutschland stärkt ihr Angebot auf dem Feld der Medienkompetenz. Dazu hat jetzt die von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtete Clearingstelle Medienkompetenz an der Katholischen Hochschule in Mainz ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, Mediennutzer zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu befähigen. Wie die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz am 05. Juni mitteilte, hatten die Bischöfe bereits auf ihrer Frühjahrsvollversammlung 2012 in Regensburg betont, dass verbesserte Medienkompetenz als „grundlegend für ein friedliches Zusammenleben der Menschen gilt.“ Die meisten Formen von Fehlverhalten wie digitale Sucht, Datenmissbrauch, Gewaltverherrlichung oder Cybermobbing basieren auf Einstellungen und Gewohnheiten, denen  durch Angebotsverbote und Einschränkungen nicht zuverlässig beizukommen ist. Aus diesem Grund soll die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz Angebote schaffen, um den Risiken persönlicher Fehlentwicklung entgegen zu treten und Medienkommunikation konstruktiv in das menschliche Miteinander zu integrieren. Dabei werden die bereits vorhandenen Ressourcen kirchlicher Medienpädagogik besser für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie Multiplikatoren nutzbar gemacht. Weiterlesen »

Buchtipp: c.h.m.

„Claus Heinrich Meyer zählte zu jenen Journalisten, ohne die die Süddeutsche Zeitung nicht geworden wäre, was sie ist“, urteilte SZ-Chefredakteur Kurt Kister einmal. Meyers Kürzel war "chm" und diese drei Buchstaben, gesprochen "ze-ha-emm", waren sein Rufname in der Münchner Zeitung. Im Jahr 1964 kam er zur SZ und begann dort als Innenpolitiker, aber mit den Jahren erschloss er sich immer neue Themengebiete. Legendär waren seine Reportagen über die Bonner Republik oder seine Städteporträts. Jahrzehntelang prägte Meyer auch mit anderen zusammen das Streiflicht, die berühmte Glosse auf Seite eins, von denen er in all den Jahren rund 2000 verfasste. Der gebürtige Gelsenkirchener war ein Autor, der alle journalistischen Formen souverän beherrschte: Essays, Rezensionen, Porträts, Leitartikel und Kommentare, aber auch die Fotografie. Seine „Zeitungsstücke“ – Texte wie Bilder – sind nun in einer von Gernot Sittner getroffenen Auswahl als Buch erschienen. (rub) Weiterlesen »

Zu meinem Ärger: Who the fuck is ... Gottschalk live?

In der Rubrik "Zu meinem Ärger" äußert sich in den GKP-Informationen 05/2012 Martin Fuchs. Er ist Pressesprecher, Leiter Marketing/ Öffentlichkeitsarbeit bbtgruppe.de und selbsterklärtes Mitglied der Freundinnen und Freude des gepflegten Schachtelsatzes.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?

Who the fuck is … Gottschalk live? Die gefühlte Relevanz des Nachrichtenwertes von Einschaltquoten einer Sendung im ARD-Vorabendprogramm ist, gemessen an der Situation im Süd-Sudan, der Diskussion um Betreuungsgeld oder einer der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die Sicherung der Pflege, für mich so überzogen wie ärgerlich. Weiterlesen »

Aufgefallen mit Berichten über Ross und Reiter

Köln - Seit 2010 auf Sendung - und schon wieder im Fokus von Juroren: Das rein digitale Programm von DRadio Wissen ist Preisträger des Grimme Online Awards 2011 und dieses Jahr nominiert für das „Silberne Pferd“. Der Jury des internationalen CHIO-Turniers in Aachen sind die Berichte von DRadio Wissen über Ross und Reiter positiv aufgefallen. Ein Dutzend feste und rund zehn Mal so viele freie Mitarbeiter bestreiten das dritte Vollprogramm für junge Zielgruppen mit hohem Informationsanspruch, das zur bundesweit ausgestrahlten Radiofamilie Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur gehört. Weiterlesen »

Blogger auf den Barrikaden

Bischof Kyrillos WilliamsMannheim - „Ohne Facebook, Twitter, Blogger und neue Medien hätte es 2011 in Ägypten keine Revolution gegeben“, sagte der koptische Bischof Kyrillos Williams aus Assiut in Ägypten zum Auftakt der Katholikentagsveranstaltung der GKP am 19. Mai in Mannheim. „Blogger auf den Barrikaden – Die Rolle der Medien am Beispiel der arabischen Revolution“ war das Thema, das von der Blogger-Gemeinde auf dem Katholikentag und von externen Twitterern über den Hashtag #barriKT aufmerksam verfolgt und kommentiert wurde. Über die Saal-Leinwand konnten die Besucher die Beiträge mitlesen. Weiterlesen »

Jedes Abenteuer hat ein Ende. Auch dieses.

Lydia Strzebniok war als feste Freie tätig für diverse kirchliche Zeitschriften.

Das Ende kam schleichend, aber es kam: Redaktionen wurden zusammen gelegt, Zeitschriften stellten ihr Erscheinen ein, altvertraute RedakteurInnen schieden aus. Nachdem dann junge Redakteure meine Texte an entscheidenden Stelle verflacht und entstellt hatten, verstand ich, dass „Loslassen“ angesagt war.

Von Zufällen heißt es ja, dass sie zufallen, wenn sie fällig sind. Als ich im Rahmen einer wunderbaren Zusammenarbeit mit „Frau im Leben“ für Frau Kurz-Lunkenbein ein Gespräch zum Thema „Loslassen“ verabredet hatte, wusste zu diesem Zeitpunkt weder sie noch ich, dass die dafür vorgesehene Nummer die letzte sein, ihre Redaktion aufgelöst werden sollte. Weiterlesen »

Bernhard Rude vertritt GKP in der "Initiative Qualität im Journalismus"

Bensberg - Die Initiative Qualität im Journalismus (IQ) verbindet seit 2001 Berufsverbände der Journalisten und Verleger, journalistische Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, die Medienselbstkontrolle, Wissenschaft und Medienfachpublizistik. Das gemeinsame Ziel ist es,  die Qualität in den Medien zu sichern und zu fördern. Die GKP wird dort künftig von dem Stellvertretenden GKP-Vorsitzenden Bernhard Rude vertreten. (rub) Weiterlesen »

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