Fotoworkshop mit Carl Marciniak

Zum ersten Mal bietet die GKP ihren Mitgliedern einen Foto-Workshop an. Carl Marciniak, vielen bekannt als Kameramann, passionierter Fotograf und langjähriger Ausbilder beim ifp, hat sich bereit erklärt, aus seiner reichen Erfahrung Tipps und Tricks für das Gelingen guter Fotos zu geben. Geplant ist ein Fotoworkshop mit praktischen Übungen, entdeckend, ästhetisch, wenig technisch, dafür leicht begreifbar und vor allem mit vielen Tipps aus der Praxis. Der Workshop findet am 14. und 15. Juni im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg statt. Weiterlesen »

Ärger über negative Berichterstattung

Lars Schäfers ist Wissenschaftlicher Referent in der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) in Mönchengladbach. Er ärgert sich, dass in den Medien der Fokus vor allem auf Katastrophen und Skandale gelegt wird.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?
Das politische Berlin wirkte im vergangenen Jahr wegen der Streits rund um Migration, Maaßen und Minister wie eine Tragikomödie mit besonders stümperhaftem Libretto. Doch auch nicht wenige Journalistinnen und Journalisten performten schlecht in ihrer Rolle, sofern sie immer wieder neue Skandale publizistisch ausschlachteten, ohne die Perspektive einmal zu weiten und für ihre Leserinnen und Leser Antworten auf die Frage nach dem „Was jetzt?“ zu suchen. Weiterlesen »

Abenteuer im Beruf: Im Mittelpunkt der Mensch

Angelika Kamlage, Jahrgang 1967, arbeitet als freie Fotografin bundesweit für Orden, Kirchen, Gemeinden, Bistümer und alle Menschen, die sie anfragen.

Keine Kriegsschauplätze. Keine Politiker. Weder Schauspieler noch Popstars. Auch lädt mich der Papst nicht regelmäßig zu sich zu einem Kaffee ein.  Wo also ist mein „Abenteuer im Beruf“?
„Hier beginnt Ihr Abenteuer“, las ich neulich beim Vorbeigehen an einem Reisebüro. Jetzt muss ich wieder daran denken. Was ist mein alltägliches aufregendes Erlebnis, das meine Arbeit für mich so einzigartig macht? Weiterlesen »

Eckpunkte: Mehr als nur ein Name

Pater Christof Wolf, der geistliche Beirat der GKP, macht die Taufe (Jesu) zum Thema seiner Betrachtungen im Monat Januar.

Wohl jeder weiß, wann er Geburtstag hat. Aber kennen wir auch unser Taufdatum? Ersteres feiern wir regelmäßig jedes Jahr – letzteres eher selten oder gar nicht. Obwohl unsere Taufe ebenso wie die Geburt ein einmaliges Ereignis ist, das Folgen zeitigt. In den Evangelien beginnt mit der Taufe Jesu sein öffentliches Wirken. Nur bei Lukas, dessen Evangelium wir dieses Jahr hören, ist es das ganze Volk, das sich taufen lässt. Und Jesus kommt nicht als Superheld mit Anspruch auf Erhabenheit, sondern stellt sich einfach in die Reihe der normalen Leute. Wahrscheinlich war „das Volk“ nur ein Bruchteil des ganzen Volkes, das zum Jordan hinauszog. Menschen, die von Johannes dem Täufer gehört hatten, seine Aufforderung „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15) ernst nahmen, und die andere Menschen kannten, die sich durch die Taufe des Johannes merklich verändert hatten. Die plötzlich eine Ausstrahlung hatten, eine andere Sicht auf die Welt. Von Lukas wird uns weiter berichtet, dass Jesus betet, während er getauft wird. Auch wenn uns nicht überliefert ist, was Jesus genau gebetet hat – Gott antwortet ihm: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ (Lk 3,22). Beten ist ein dialogisches Geschehen. Gott antwortet nicht nur – er macht Jesus eine Liebeserklärung. Nur zu gerne wüsste man, was diese Worte für Jesu Selbstverständnis bedeuteten und was sich die Umstehenden dabei gedacht haben. Weiterlesen »

Nachruf auf Helmut Ruppert

Helmut Ruppert war ein Kosmopolit, der 50 Länder bereiste. Er konnte sich in vielen Sprachen verständlich machen, unter anderem in Afrikaans und Luganda. Mit seiner Frau Sally gründete er eine deutsch-ugandische Familie, aus der vier Kinder und (bislang) zwei Enkel hervorgingen. Er war ein begeisterter Chorsänger und Karnevalist. Radiosendungen der Deutschen Welle verplauderte er mit beneidenswerter Leichtigkeit, und als Schreiber hatte er die Gabe, treffsicher Menschen und Situationen zu skizzieren. Als Chefredakteur leitete er die Katholische Nachrichten-Agentur von 1996 bis 2005. Ich war damals Korrespondent der KNA in Rom und wurde 2005 zu seinem Nachfolger berufen, weil die Parkinsonsche Krankheit sein Nervensystem befallen hatte und ihm konzentriertes Arbeiten in der Folge schwer fiel. Weiterlesen »

Eckpunkte: Abba - Vaterunser

P. Christof Wolf, der Geistliche Beirat der GKP, schreibt über das allen Christen gemeinsame Gebet, das Vaterunser:

Journalistinnen und Journalisten sind in der Regel ein reiselustiges Volk. Wer etwa in Rom zu tun hat, trifft auf dem Petersplatz im Vorbeigehen garantiert einen Berufskollegen. Wenn man dann dort einen Gottesdienst auf Italienisch besucht, obwohl man der Sprache nicht mächtig ist, weiß man als guter Katholik sofort, wo man in der Messe gerade ist. Das Vaterunser kann man sogar im Stillen in seiner Muttersprache mitbeten, ohne aus dem Rhythmus der Gemeinde zu fallen. Faszinierend, ist doch diese Art von gemeinschaftlicher religiöser Erfahrung etwas Besonderes und in gewisser Weise genau der Ursprung des Vaterunsers. Im Lukas-evangelium bitten die Jünger Jesus: „Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!“ (Lk 11,1) Nicht dass die Jünger keine Ahnung gehabt hätten, wie sie beten sollten. Vielmehr wollten sie wie die mit ihnen wetteifernden Jünger Johannes’ des Täufers ein Gebet haben, das identitätsstiftend für ihre Gruppe sein würde. Und das ist es in der Tat nicht nur für sie, sondern für die ganze Christenheit geworden. Weiterlesen »

"Wie schnell können Sie hier sein?"

Marc Lenzke ist Unternehmensberater für Krisenkommunikation aus Mainz und ehrenamtlicher Pressesprecher des Kartellverbands katholischer deutscher Studentenvereine. Er muss meist komplexe Probleme unter Zeitdruck lösen und immer wieder neue Strategien entwickeln. Das ist sein Abenteuer im Beruf.

Gerade schlüpfe ich in meine Sportklamotten, da klingelt das Handy. Kunde dran: „Herr Lenzke, wir haben gerade den Hinweis von der Kripo bekommen – ja, den Kollegen haben sie eben festgenommen. Wie schnell können Sie hier sein?“ – uff, eigentlich habe ich einen freien Tag und möchte jetzt joggen. Aber wir haben mit dem Anruf gerechnet; der Koffer steht gepackt, unser Team ist vorbereitet. „Ich rufe Sie in fünf Minuten zurück!“, sage ich und suche hastig eine Verbindung in den Süden Deutschlands. Eine halbe Stunde später sitzen wir zu dritt im Zug. Von unterwegs klären wir die Details mit der Staatsanwaltschaft ab: Wann genau wurde der Kollege festgenommen? Haben Sie ihn zu Hause angetroffen? Wie genau lautet der Vorwurf? Werden Sie selbst aktiv kommunizieren? – dann passen wir den Text für die Mitarbeiterversammlung an und leiten ihn an den Kunden weiter. Beim Kunden angekommen richten wir unseren Krisenstab ein und schicken eine Pressemitteilung an den Medienverteiler. Keine zehn Minuten später kommen die ersten Nachfragen. Los geht’s! Weiterlesen »

Nachruf auf Günter Beaugrand

Am 21. November ist im Alter von 90 Jahren in Hamm Günter Beaugrand gestorben. Geboren in Düsseldorf, prägten ihn die Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs: Als 14-Jähriger wurde er als Flakhelfer abkommandiert, anschließend zur Aushebung von Panzergräben an den „Westwall“ am Niederrhein geschickt. Als 17-jähriger kam Beaugrand in englische Kriegsgefangenschaft. Weiterlesen »

Jugendarmut wird zu wenig wahrgenommen

Silke Starke-Uekermann ärgert sich, dass die Medien zu wenig über die Armutsgefährdung der Jugendlichen berichten.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?

Darüber, dass Jugendarmut keine Rolle spielt und Journalisten und Journalistinnen eine „falsche Brille tragen“. War doch das Thema „Armut“ in letzter Zeit wieder häufiger Gegenstand medialer Berichterstattung, so wurde der am stärksten betroffenen Generation in Deutschland kaum Beachtung geschenkt. Die Armutsgefährdungsquote der 18 – 24-Jährigen betrug im Jahr 2017 26%. Das ist unter allen Altersgruppen die höchste Gefährdungsquote. Doch worüber wird geschrieben, gesprochen und gesendet? Kinderarmut und Altersarmut! Weiterlesen »

Eckpunkte: Kinderfragen?

P. Christof Wolf SJ, der Geistliche Beirat der GKP, setzt sich aus Anlass des Welttags der Philosophie (15. November) mit dem Gottesbeweis auseinander.

Bitte nehmen Sie ein leeres Blatt Papier, falten Sie es und schreiben Sie auf die erste Seite ihren Namen. Dann drehen Sie das Blatt um und schreiben auf die letzte Seite zuerst Ihr Geburtsjahr. Zu diesem rechnen Sie 80 Jahre hinzu. Männer subtrahieren vom Ergebnis 2 Jahre, Frauen addieren 2 Jahre. Wer ein starker Raucher ist, zieht noch einmal 10 Jahre ab. Schreiben Sie nun diese Zahl rechts neben Ihr Geburtsjahr. Herzlichen Glückwunsch! Sie halten jetzt das Buch Ihres Lebens in den Händen. – Alle Menschen, die dieses kleine philosophische Experiment machen, sehen sich auf einmal mit der Endlichkeit ihrer Lebenszeit konfrontiert. Man kann in kulturübergreifenden Studien zeigen, dass nach dieser Übung jede Diskussion sehr viel mehr Tiefgang und Ernsthaftigkeit hat. Und: Sogar Menschen, die von sich selber sagen, sie seien religiös nicht sehr „musikalisch“, es in der Kindheit und Jugend jedoch einst waren, entdecken in sich auf einmal eine Hoffnung, die über dieses irdische Leben hinausreicht. Glauben Sie es nicht? Probieren Sie es aus! Weiterlesen »

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