GKP begrüßt überarbeitete Bedingungen für Gutachten-Einsicht

Köln/Kürten, 25. März 2021. Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) begrüßt die Entscheidung des Erzbistums Köln, das Reglement für die Einsichtnahme in das Rechtsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) deutlich anzupassen. Die überarbeitete Fassung eines „Merkblatts“, das Journalistinnen und Journalisten sowie anderen Interessierten zur Unterschrift vorgelegt wird, enthält jetzt kein ausdrückliches Verbot von Zitaten mehr. Auch Abschriften sind nicht mehr untersagt. „Es ist erfreulich, dass das Erzbistum Köln auf solche Eingriffe in die Pressefreiheit und die Arbeit der Medien verzichtet hat“, sagte der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. Er zeigte Verständnis für das Ansinnen des Erzbistums, auf die Rechtsposition seiner Anwälte zu äußerungsrechtlichen Bedenken gegen das WSW-Gutachten aufmerksam zu machen. „Es gehört selbstverständlich zur Professionalität journalistischer Arbeit, die Zulässigkeit von Veröffentlichungen zu prüfen und juristisch wie journalistisch zu bewerten“, sagte Frank. Weiterlesen »

GKP und DJV fordern Änderung der Regularien für Offenlegung des Münchner Missbrauchsgutachtens

Journalistenverbände kritisieren Eingriffe in Pressefreiheit

Kölner Dom bei Nacht

Köln/Kürten.  Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisieren die Regularien des Erzbistums Köln für die Einsichtnahme in das bislang unter Verschluss genommene Rechtsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Umgang der Kölner Bistumsleitung mit Fällen sexuellen Missbrauchs.

Ein „Merkzettel“, den Journalistinnen und Journalisten vor der Einsicht in das Gutachten unterschreiben sollen, verbietet nicht nur Fotografien, Scans oder Abschriften aus dem – laut Erzbistum mit äußerungsrechtlichen Mängeln behafteten - Text, sondern untersagt auch Zitate. „Diese Verbote greifen in das Grundrecht auf freie Information ein und bauen völlig ohne Not juristische Risiken für die Berichterstattung auf“, erklärt der Vorstand der GKP. „Auf Art und Umfang persönlicher Notizen der Journalistinnen und Journalisten Einfluss nehmen zu wollen, ist ein nicht hinnehmbarer Eingriff in die Pressefreiheit.“

Der DJV-Vorsitzende Frank Überall ruft das Erzbistum auf, endlich Transparenz zu üben. „Erneut erweckt das Erzbistum Köln den Eindruck, kritische Berichterstattung über das Gutachten zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche einzuschränken. An dem Thema hat die Öffentlichkeit ein berechtigtes großes Interesse. Medien müssen berichten dürfen.“

GKP und DJV fordern die Rücknahme des generellen Zitatverbots sowie der Beschränkung von Exzerpten. Zudem müsse der „Merkzettel“ klarstellen, dass die dort gemachten Auflagen nicht für Informationen gelten, die den Journalistinnen oder Journalisten bei anderer Gelegenheit zur Kenntnis gelangen. Weiterlesen »

Katholischer Medienpreis 2021 ausgeschrieben - Erstmals eigene Kategorie "Internet"

Bis zum 12. April 2021 können sich Journalistinnen und Journalisten aus Fernsehen, Hörfunk, Online und Printmedien um den 19. Katholischen Medienpreis bewerben. Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen. Journalisten sollen durch den Preis zu einer qualitäts- und wertorientierten Berichterstattung motiviert werden. Weiterlesen »

Datenschutz für Medien und Vereine verbessern

Katholische Publizisten bringen Vorschläge zur Verbesserung des kirchlichen Datenschutzrechts ein

Ein Schloss vor blauem Tor

Die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e. V. (GKP) fordert Verbesserungen im kirchlichen Datenschutzrecht für Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Vereine. In einer Stellungnahme anlässlich der Evaluierung des Gesetzes über den kirchlichen Datenschutz ruft der Verband die kirchlichen Gesetzgeber auf, bei der Überprüfung auch Belange der Meinungsfreiheit und der Anwendbarkeit in ehrenamtlich getragenen Organisationen zu berücksichtigen. „Ein wirksamer Datenschutz muss auch für Vereine und Verbände umsetzbar sein – und er muss sorgfältig mit anderen Grundrechten wie der Meinungsfreiheit austariert werden”, so der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. Weiterlesen »

Virtuelle GKP-Veranstaltungen

Es dauert wohl noch eine Weile, bis das normale Verbandsleben wieder Fahrt aufnehmen kann: Die Jahrestagung und viele Regionalgruppen-Termine sind bereits ausgefallen. Um die veranstaltungsfreie Corona-Zeit zu überbrücken, hat der Vorstand eine Lizenz des Videokonferenzsystems Zoom angeschafft, um virtuelle Veranstaltungen anbieten zu können.

Seit Mai bieten wir in der Regel zwei Veranstaltungen pro Monat an. Die kommenden Termine veröffentlichen wir hier.

GKP-Jahrestagung in Magdeburg: Christen als schöpferische Minderheit

Nach acht Jahren gehen wir mit der Jahrestagung 2021 ganz bewusst nach Ostdeutschland und erkunden die religiöse und kirchliche Situation in den ostdeutschen Bundesländern. Unser Treffen findet in Magdeburg statt, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, der Bischofsstadt, die eine katholische Kathedrale und einen evangelischen Dom hat und sehr lebendige Ökumene. Magdeburg ist übrigens im Rennen als europäische Kulturhauptstadt 2025. Gründe genug für einen Besuch. Weiterlesen »

Hochachtung für Bemühungen um freie Berichterstattung in Russland – Solidarität mit Ukraine

Solidarität mit Journalistinnen und Journalisten in der Ukraine nach Putins Überfall

Köln/Kürten, 3. März 2022. Wladimir Putin führt Krieg – auch gegen die Medien in seinem eigenen Land. Das ist nicht neu. Bereits vor seinem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine wurden Journalistinnen und Journalisten in Russland massiv an einer wirklich freien Berichterstattung gehindert. Nun aber hat dieser Angriffskrieg des russischen Despoten eine neue Dimension erreicht: Journalistinnen und Journalisten wurden verhaftet, es wurden juristische Verfahren gegen eine ganze Reihe von Medien eingeleitet, der Zugang zu Online-Medien wurde gesperrt, die Zugänge zu Twitter und Facebook beschränkt. Es gibt in Russland nahezu keine Pressefreiheit mehr. Die Pressefreiheit ist ein Menschenrecht, das Wladimir Putin mit Füßen tritt. Das verurteilen wir auf das Schärfste.

Wir erklären unsere Solidarität mit allen Journalistinnen und Journalisten, die in Russland unter der Diktatur Wladimir Putins leiden. Nicht Terror, Unterdrückung und Gewalt werden am Ende triumphieren, sondern der Wunsch der Menschen nach Gerechtigkeit und Freiheit – auch nach Informationsfreiheit.

Jahrestagung und Mitgliederversammlung in Stuttgart

Die katholische Kirche hat eine gute Tradition sozial- politischer Mitverantwortung und Mitsprache. Aus der katholischen Soziallehre heraus lieferte sie immer wieder Beiträge zu politischen Grundsatzdebatten und stützte damit die Sozialpartnerschaft, die sich in Deutschland bewährt hat. Da- bei schaut die Politik und schaut gewiss auch die Kirche zu wenig auf das, was außerhalb etablierter Strukturen und jenseits geregelter Arbeitsverhältnisse passiert. Sicher, es gibt engagierte Sozialarbeit in den entsprechenden Milieus – aber darüber hinaus? Weiterlesen »

Aktuelles Stellenangebot des kontinente Missionsverlags

Der kontinente Missionsverlag in Köln sucht einen Redakteur (m/w/d) für den weiteren Ausbau seiner Magazine, der Online-Aktivitäten und des Dienstleistungsangebots. Weiterlesen »

Beethoven Moves! – Was bedeutet Musik für dich?

Beethoven steht für Kontraste, revolutionäre Gedanken, Ausdauer und vieles mehr. Das bewegt Menschen bis heute. Weiterlesen »

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