Reise in die unendlichen Weiten des Universums

Die Regionalgruppe Rhein-Main besucht das ESOC

Ja, Europa hat ein Tor zum Weltraum, und nein, es liegt nicht in Kourou oder auf der Raumstation ISS. Es liegt, ganz unspektakulär, ein paar hundert Meter neben dem Darmstädter Hauptbahnhof zwischen anderen Bürogebäuden. Und nur, wer es weiß, vermutet hier das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das sogenannte „ESOC“ (European Space Operations Centre).

Doch auch wenn das Gebäudeensemble unauffällig wirkt, sind die Sicherheitsvorkehrungen nicht weniger streng als auf dem Flughafen, wenn man das Zentrum betreten möchte. Die 25 Kollegen der GKP und aus dem Kreis der ifp-Absolventen war zum Glück angemeldet und deshalb schnell drin im Sicherheitsbereich und anschließend im Showroom des ESOC, der nur durch eine Glaswand vom großen Kontrollraum getrennt ist.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch ESOC-Kommunikationschef Bernhard von Weyhe ging die Reise in die unendlichen Weiten des Universums auch sofort los - denn die Beschäftigung mit der Unendlichkeit, so von Weyhe, sei ja schließlich eine der Gemeinsamkeiten von Astro-Wissenschaftlern und Katholiken.

Zentrumsleiter Juan Miro stellt mit großer Fachkompetenz die verschiedenen Aufgaben der ESA und des ESOC vor, bevor der „Kometenjäger“ Dr. Paolo Ferri, Leiter des Missionsbetriebs (sic!) noch einmal detaillierter und mit großer Begeisterung auf einiger der Highlights der letzten Jahre einging. Dazu zählt natürlich in erster Linie die Mission der Sonde „Rosetta“ und die Landung von „Philae“ auf dem Kometen „Tschuri“ (der eigentlich einen längeren, aber sehr komplizierten Namen hat).

Und die Schwester von „Rosetta“, ein baugleiches Zwillingsmodell der Sonde, war dann auch eines der Highlights auf dem anschließenden Rundgang durchs Zentrum.

Wer von den teilnehmenden Kollegen das nächste Mal einen Bericht über einen Satellitenstart in den Medien verfolgt, wird sicher besonders genau hinhören oder -sehen - und außerdem bestimmt auch der einen oder anderen Einladung des ESOC nach Darmstadt zu den dort häufig stattfindenden Fachgesprächen und Events folgen!

Michael Hertl / Foto: Carl Marciniak
 
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