7 Fragen an Werner Dieste

Werner Dieste (1957 geboren) ist seit 2001 Direktor des MDR Landesfunkhauses Thüringen in Erfurt und wurde gerade für eine zweite Amtszeit bestätigt. Von 1999 – 2001 war er Leiter des MDR BildungsCen - trums in Leipzig, davor seit Ende 1991 Wort-Chef bei MDR 1 Radio Thüringen in Weimar. In den Jahren 1990/91 leitete er die Redaktion Kip-NRW („Kirche im privaten Rundfunk in Nordrhein Westfalen“) in Es - sen, zuvor war er zunächst als Assistent, dann als Stu - dienleiter im „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V.“ in München beschäftigt. Werner Dieste hat das Studium der Germanistik, Geographie und Erziehungswissenschaften für das Lehramt Se - kundarstufe I in Nordrhein-Westfalen mit dem 1. und 2. Staatsexamen abgeschlossen und die studienbeglei - tende Journalistenausbildung des Münchner Instituts absolviert. Er ist verheiratet.

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus?

Die Kolpingjugend Anröchte hat eine Jugendzeitschrift herausgegeben: 1000 Exemplare, 12 Seiten, davon 3 Seiten Anzeigen, um das Projekt zu finanzieren. Die Zeitschrift wurde in alle Haushalte verteilt und bot viel Platz für spannende Lokalgeschichten. Später dann freie Mitarbeit für die Lokalzeitungen „Lippstädter Anzeiger“ und „Der Patriot“ und Praktika im Rahmen der studienbegleitenden Journalistenausbildung bei den Westfälischen Nachrichten in Münster, der dpa in Wiesbaden und beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken. In Anröchte haben wir auch „Altenheimfunk“ gemacht, einmal pro Woche wurde aus der Sakristei des Hauses St. Elisabeth ein Wunschkonzert mit lokalen Nachrichten gesendet – böse Zungen behaupten, meine Repertoire-Kenntnisse in deutscher Musik hätte ich zu jener Zeit erworben.

Ihre Vorbilder?

Meine journalistischen Lehrer am Institut: Hans Joachim Schlüter, der Chefredakteur von Sonntag aktuell, Heinz Schweden, Bonner Korrespondent der Rheinischen Post, Axel Buchholz, Chefredakteur des Saarländischen Rundfunks.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Unsere Hochzeit im Sommer 1993 im Funkhaus in Weimar. Meine Frau und ich haben uns im Dezember 1991 beim Sendestart von MDR 1 Radio Thüringen getroffen. Nach eineinhalb Jahren Aufbauarbeit dann die Hochzeitsfeier im Funkhaus unterm Schleppdach, wo sonst die Ü-Wagen standen. Wir hatten alle Kolleginnen und Kollegen aus Weimar eingeladen – und die haben ein mehrstündiges Hochzeits- (Radio)- Programm auf die Beine gestellt und diese Party zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Uneigennützigkeit, Fairness, Hartnäckigkeit, Neugier, Unabhängigkeit, Verantwortungsbewusstsein und nie den Blick fürs Publikum vergessen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Unter zwei Hüte: Meine Frau ist Chefredakteurin bei der Deutschen Welle in Bonn und hat insofern genauso viel Verständnis für die Anforderungen meines Berufes – wie ich für die ihren.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht und was hält Sie?

Als ich im Institut in München arbeitete, hat mich Dr. Anton Magnus Dorn auf die GKP aufmerksam gemacht. Ich habe über die GKP viele spannende Menschen kennen gelernt und das hat mir auch geholfen. Und auch wenn ich heute sicher nicht mehr so oft an Veranstaltungen teilnehme wie damals – der Kontakt zu Kollegen ist immer noch da. Insofern fühle ich mich auch der GKP ein Stück weit verpflichtet.

Was erwarten Sie von der GKP?

Was erwartet die GKP von ihren Mitgliedern? Dass sie mitmachen, dass sie aktiv sind. Ich finde es großartig, was einige unserer Mitglieder für die anderen auf die Beine stellen: die Reisen, die Tagungen, dieser Rundbrief – vielen Dank dafür. Ich denke oft, wenn ich die Einladungen lese, da müsste man jetzt hingehen – aber da ich das dann meistens nicht schaffe, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um danke zu sagen.

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