7 Fragen an Thomas Arzner

Jahrgang 1975, geboren und aufgewachsen in Waldshut-Tiengen (südliches Baden-Württemberg, zwischen Basel und Konstanz). Religionspädagogik-Studium an der Katholischen Fachhochschule in Freiburg, Volon - tariat beim Schwarzwälder Boten. Danach folgten zwei „Wanderjahre“ in Dresden (PR-Agentur ECC Kohtes Klewes, heute Pleon) und New York 2002/2003 (Praktikum bei der deutsch-amerikanischen Zeitung Amerika Woche). Seit August 2004 wieder zurück am Hochrhein – als Pauschalist beim SÜDKURIER. In der GKP seit 2005.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus? Wer Religionspädagogik an einer Fachhochschule studiert, will meist Gemeindereferent werden. So war das auch bei mir – jedenfalls zu Beginn des Studiums. Der Journalismus war ein schönes Hobby, mit dem sich ein wenig Geld verdienen ließ. In den vier Jahren nahm die Begeisterung für den Journalismus allerdings rapide zu – durch Praktika und freie Mitarbeit. Und so ging der Weg dann eben in die Redaktion und nicht ins Pfarrhaus.

Ihre Vorbilder?

Journalistische Vorbilder habe ich keine. Allerdings kann ich mir von ein paar „alten Hasen“ in meiner Redaktion immer mal wieder ein paar Kniffe abschauen. Und mit jedem guten Text, den ich lese, lerne ich wieder etwas dazu.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ich bin, seitdem ich in New York war, von dieser Stadt fasziniert. Von den Menschen, den Hochhäusern, der U-Bahn und und und … Die Zeit dort verdanke ich im Endeffekt vor allem der Entscheidung, in den Journalismus zu gehen. Das totale Kontrastprogramm hatte ich dann kurz nach meiner Rückkehr aus den USA – bei der Reportage über die Arbeit der Bundeswehr in Kabul. Die Gastfreundschaft der Afghanen zu erleben, obwohl sie selbst nicht viel haben, war sehr eindrücklich – und auch etwas beschämend.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten ?

Neugier auf Menschen und einen guten Blick für sie. Genaues Arbeiten: lieber zweimal nachfragen, bevor man etwas Falsches schreibt. Komplizierte Dinge verständlich erklären können. Sich nicht vereinnahmen zu lassen. Gute Allgemeinbildung: Ökonomie von Ökumene unterscheiden zu können. Gut zuzuhören. Nicht den Humor zu verlieren.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Momentan ganz gut: Als Single ohne eigene Familie kann ich meine Zeit frei einteilen.

Warum sind Sie in der gkp? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Auf die GKP aufmerksam geworden bin ich über Dieter Klink, der mir damals in Freiburg davon erzählte. Eingetreten bin ich erst ein paar Jahre später. Und warum? Weil ich es für mich wichtig finde, Menschen zu treffen, die katholisch und trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) mit Leib und Seele Journalisten sind…

Was erwarten Sie von der GKP?

Ganz egoistisch: gute Gespräche und ansprechende Themen auf den Treffen, interessante Reisen und interessante Menschen kennen zu lernen. Vom Verband erwarte ich, dass er ein realistisches Bild von Kirche in die Öffentlichkeit transportiert und – auch wenn es immer schwieriger wird - für Qualität im Journalismus eintritt.

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