7 Fragen an Stephan Malessa

Stephan Malessa, geboren am 14. November 1979 in Willich, von 2000 bis 2006 Studium Politikwissenschaft, Germanistik und Öffentliches Recht in Bonn und Southampton. Währenddessen freie Mitarbeit bei Tageszeitungen und Praktika (Radio, Fernsehen, Online). Von 2004 bis 2006 Mitarbeiter im Bundestag und Referent beim Jugendforum der Thomas-Morus-Akademie. Seit 2006 Volontär bei der Westdeutschen Zeitung in Düsseldorf. Auf der Jahrestagung in Bamberg als 500. Mitglied der Gesellschaft Katholischer Publizisten willkommen geheißen.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Es klingt kitschig, aber der Wunsch, Journalist zu werden, entstand beim Zeitunglesen als Jugendlicher. Neben dem Studium habe ich als freier Mitarbeiter in mehreren Lokalredaktionen gearbeitet und Praktika bei Radio, Fernsehen und Online-Medien gemacht. Dabei wurde mir klar, dass Print der direkteste Journalismus ist, daher ist der aktuelle auch mein Wunscharbeitgeber. Doch das Internet lockt mit seinen Möglichkeiten.

Ihre Vorbilder?

Viele und keines. In vielen Redaktionen habe ich besondere Kollegen erlebt. Aus ihren verschiedenen Fähigkeiten ergibt sich ein Idealbild, an dem ich mich orientiere, das ich aber nie erreichen werde. Und das ist auch gut so.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Der erste Kommentar im Jahr 2000, als ich den Eros der freien Meinungsäußerung spürte. Da vermischten sich die journalistische Leidenschaft und die Lust an der Gestaltung.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

1. Wach sein. Wir begegnen täglich Menschen, über die man berichten kann, Missstände, die man aufdecken muss, und Service-Themen, mit denen man Menschen helfen kann

2. Folgt aus Punkt 1: Nachfragen, einen letzten Anruf tätigen und dann noch einmal anrufen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Das eine geht nicht ohne das andere, zumindest nicht ohne Erfolg. Die Beziehung muss in dem Maße tolerant strukturiert sein, wie der Beruf Flexibilität fordert.

Warum sind Sie in der GKP?

Ich hoffe auf Journalisten mit einem christlichen Wertefundament, die trotzdem undogmatisch und kritisch arbeiten und Glauben mit Freiheit und Recherche-Leidenschaft verbinden. Ich freue mich darauf, mit ihnen Themen und Erfahrungen auszutauschen.

Was erwarten Sie von der GKP?

Sie muss jung bleiben und junge Kollegen ansprechen. Sie sollte keine Angst vor dem Wertewandel haben, im Gegenteil die Wertesuche unserer Zeit nutzen, um nicht in den Sog des Mitgliederverlustes der Kirche zu geraten. Das funktioniert durch Offenheit gegenüber neuen Gedanken auch aus weltlichen Medien. Zudem erwarte ich, dass die GKP mit ihren Mitgliedern Kontakte zu Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Kirche herstellt.

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