7 Fragen an Ruth Ahl

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

1946 Abitur; Heirat mit einem Publizisten; ca. zehn Jahre Brotberuf von Dienstverpflichtung bei einer Großküche über Job bei US-Besatzung zu fremdsprachiger Assistentin im AA - dabei viel über und fürs Leben gelernt. Immer gern gelesen, auch geschrieben; 1947 und 1950 erste Beiträge in Büchern. Ab 1957 für ca. 15 Jahre Mitarbeit als Redaktionsassistentin des freiberufl. Ehemanns. Dabei Zeitschriftenredaktionsarbeit von grundauf gelernt. Nebenbei missio-Ausbildung (drei Jahre) und Fernstudium der Theologie (sechs Jahre); beginnende freie Mitarbeit in kirchl. Erwachsenenbildung und Publizistik.

Ihre Vorbilder?

Mein Mann Herbert Ahl (1911-1991); Marion Gräfin Dönhoff; Wilma Sturm; Helene Rahms und ein paar weitere ältere FAZ-Redakteurinnen. - Respekt hatte ich auch (fast) immer für die mutige "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Dass ich als leitende Redakteurin von "Frau und Mutter" die Möglichkeit hatte, Frauen zum Schreiben zu ermuntern und erste Veröffentlichungen zu realisieren. Einige davon schauen heute auf Buchveröffentlichungen zurück.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Guter Umgang mit der Sprache. Fachliche Kompetenz. Breiter Bildungshorizont. Fairness - Toleranz - Kollegialität.

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Schreibe nicht gern meinen eigenen Nachruf. Lesen möchte ich den/die anderer schon, so es welche geben sollte!

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Da mein Mann und ich im gleichen Metier - wenn auch auf verschiedenen Feldern - arbeiteten, war immer viel Verständnis füreinander da.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hingebracht, was hält Sie?

Lernte GKP auf einer zusammen mit AKP veranstalteten Polen-Reise 1973 kennen. Trat bald darauf ein und habe das nie bereut. Während meiner Zeit als festangestellte Redakteurin war mir wichtig, in der GKP auf Kollegen/Innen auch außerhalb der kirchlichen Presse zu treffen. Highlights: Deutsch-französische Publizisten-Treffen, 3-Länder-Treffen kath. Publizisten. Halten tut mich jetzt ein gewisses "Heimatgefühl". Außerdem arbeite ich immer noch. Und ich bin neugierig, wie's weitergeht.

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