7 Fragen an Rita Strothjohann

Seit über 20 Jahren in der GKP

Geboren 1931 in Wiesbaden. In Rüdesheim/Rh. unter fünf Brüdern aufgewachsen. Lebt seit 1953 in München. Mitglied der GKP seit 1981. Seit 1996 im Ruhestand.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Um meinen 17. Geburtstag herum erschien in einer Lokalzeitung mein erstes Foto mit einer Reportage über eine Fahrradtour von Koblenz nach Trier. Es folgten die Mitarbeit an einer Schülerzeitschrift und nach dem Abitur gelegentliche Berichte über meine Erfahrungen während eines einjährigen Englandaufenthaltes. Nach der Ausbildung an der „Staatslehranstalt für Fotografie" in München und einer Werbe-Fachakademie arbeitete ich in Presse-Bildagenturen, Buchverlagen, einer Werbeagentur und - in den letzten vierzehn Jahren - im PR-Dokumentationszentrum eines großen bayerischen Automobilwerks. Nebenberuflich drehte ich seit Mitte der 80er Jahre Dokumentarfilme mit zeitgeschichtlichen Themen für das Bayerische Fernsehen sowie Eigenproduktionen.

Ihre Vorbilder?

Marion Gräfin Dönhoff, die Bildhauer Priska von Martin und Toni Stadler, die Fotografen Alfred Eisenstaedt, Henri Cartier-Bresson und Stefan Moses, die Filmregisseure und Autoren Eberhard Fechner, Edgar Reitz, Percy Adlon und Caroline Link.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Unvergesslich bleibt mir ein Besuch - als kleine Fotoschülerin - bei dem Atomphysiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg. Sein bescheidenes Auftreten und die ermunternde Kooperation ließen mich schnell meine Aufregung verlieren. Wir sprachen über Gott und die Welt. Fasziniert vergaß ich total die Zeit. Als die Sekretärin plötzlich erschien und mahnend auf die Uhr deutete, sagte Professor Heisenberg seelenruhig: „Ja, ja, wir arbeiten," nahm ein Stück Kreide und schrieb eine mathematische Formel an die Wandtafel hinter seinem Schreibtisch. Während dieser zwei, drei Minuten drückte ich ein paar Mal auf den Auslöser und hatte meine Wunschfotos.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Das Interesse, hinter die Fassaden zu schauen, gründliche Recherche, Intuition und Einfühlungsvermögen, Diskretion und Selbstkritik. Last but not least: das Glück, im richtigen Moment am günstigen Platz handeln zu können.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Es gibt für jeden nur 24 Stunden am Tag. Darum: Carpe diem!

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Ich suche und finde hier Gemeinschaft mit Christen, die mit vielfältigen Interessen und Begabungen das weite Feld der Medien bearbeiten. Die Treffen regen mich an, vermitteln Informationen, führen zu neuen Erkenntnissen und sind Chancen zu freundschaftlichen Begegnungen, die sich von Jahr zu Jahr vertiefen und für die ich sehr dankbar bin.

Was erwarten Sie von der GKP?

Ein Forum von Kolleginnen und Kollegen, die ehrlich, menschenfreundlich und kompetent den Finger am Puls ihrer Zeit haben, die Vorgänge in Gesellschaft, Welt und Kirche kritisch hinterfragen und Impulse geben.

Die regionalen Stammtischtreffen, die monatlichen „Informationen", die hervorragend vorbereiteten Auslandsreisen und besonders auch die Besinnungstage halte ich für unentbehrlich, um das Netzwerk unserer Beziehungen zwischen den Generationen auszubauen und zu stärken.

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