7 Fragen an Nicole Stroth

Nicole Stroth, Jahrgang 1983, ledig, geboren in Berlin. Diplom-Journalistikstudium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Nebenfächer: Französische Literaturwissenschaft und Moraltheologie). Seit 2008 Hörfunk-Volontärin beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) in München, Stammredaktion: Katholische Radioredaktion im Bistum Regensburg.

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus?

Weder war Karla Kolumna mein großes Vorbild in der Kindheit noch war ich aktiv bei der Schülerzeitung mit dabei. Berufswünsche hatte ich bis zur Oberstufe viele. Von Köchin über Meeresbiologin bis hin zu Bibliothekarin. Doch meine Kochkünste sind eher bescheiden, tauchen kann ich überhaupt nicht und zum Bibliothekswesen gehört leider mehr als nur die reine Liebe zur Literatur. Außerdem wollte ich nicht nur Geschichten lesen, sondern sie selbst erzählen. Und zwar weder in Prosa noch fiktiv. Stattdessen möchte ich nah dran sein an den Menschen, ihre Geschichten erzählen und dadurch den Horizont der Leser / Zuhörer / Zuschauer erweitern und natürlich auch meinen eigenen. Und so bin ich eben beim Journalismus gelandet.

Ihre Vorbilder?

Jeder Journalist, der seinen Beruf ernst nimmt, sich seiner Verantwortung bewusst ist, die Bodenhaftung bewahrt und für den der Beruf nicht nur reine Pflichterfüllung ist. (Dass das funktionieren kann, haben mir schon einige hervorragende Journalisten während verschiedener Praktika, Seminare und meines Volontariats gezeigt.)

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Besonders beeindruckt bin ich immer dann, wenn Interviewpartner, die mich vorher noch nie gesehen haben und mich eigentlich gar nicht kennen, mir ganz Persönliches erzählen und mir so einen Einblick in ihr Leben gewähren. Dieses Vertrauen, das mir da entgegen gebracht wird, ist immer wieder ein schönes Erlebnis, für das ich sehr dankbar bin.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Dass er zuhören kann, interessiert ist, nachfragt, sorgfältig und gewissenhaft arbeitet. Außerdem muss ein Journalist immer wieder selbst sein eigenes Tun hinterfragen und kritikfähig bleiben.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Beruflich gesehen stecke ich noch in den Kinderschuhen. Die Nummern werden zwar langsam größer, aber da liegt noch einiges vor mir. Gerade in dieser Anfangsphase konzentriere ich mich sehr stark auf meinen Beruf. Aber natürlich ist das private Leben auch sehr wichtig, denn daraus kann ich neue Kraft für meinen Beruf schöpfen.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Genau genommen habe ich mich selbst in die GKP gebracht. Und zwar durch meine Diplomarbeit, in der ich das Selbstverständnis katholischer Journalisten untersucht habe – anhand einer Befragung unter GKPlern.
Was mich hält? Sie alle.

Was erwarten Sie von der GKP?

Meine Erwartungen sind eigentlich schon erfüllt worden. Ich war zwar erst bei zwei Jahrestagungen mit dabei, war aber von beiden sehr angetan. Ich profitiere enorm von der fachlichen Auseinandersetzung über dieses spannende Themenfeld Religion und Medien. Außerdem schätze ich die Gespräche mit den älteren Kollegen sehr, die einem trotz ihres großen Erfahrungsvorsprungs auf gleicher Augenhöhe begegnen. Jetzt freue ich mich darauf, auch einmal bei einem geistlichen Angebot der GKP teilnehmen zu können.

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