7 Fragen an Matthias Montag

Geboren 1974 in Heilbad Heiligenstadt (Thüringen). Aufgewachsen im kleinen Dorf Wendehausen im ehemaligen Grenzgebiet zu Hessen, am Südzipfel des Eichsfelds. Nach der Grundschule (damals Politechnische Oberschule) Abitur in Heiligenstadt. Bereits in der 9./10. Klasse Arbeit an einer der ersten Schülerzeitungen in der DDR. Gleichzeitig einer der jüngsten „freien Mitarbeiter“ beim „Thüringer Tageblatt“ (Redaktion Eichsfeld). Nach dem Besuch als Gast einer Talksendung im Radio (Thüringer Rundfunk) erste Schritte als Praktikant und freier Mitarbeiter – während der Abiturzeit – beim Thüringer Rundfunk, später Reporter für den neu gegründeten Sender „Antenne Thüringen“ in Nordthüringen. Nach dem Abitur Zivildienst in dem Jugendhaus der Salesianer Don Bosco „Villa Lampe“ in Heiligenstadt. Weiter freie Tätigkeit für „Antenne Thüringen“ und erste Kontakte zum Thüringer Fernsehen. Nach Zivildienst dort Praktikum und freie Mitarbeit. 1995 An - stellung als Redakteur und Moderator (Gründungsmannschaft) beim landesweiten Privatradio „Landeswelle Thüringen“. 1997 Wechsel zum RTL-Televisions-Dienstleister „teutoTELE“ und Betreuung des Landesbüros Thüringen, später Wechsel zum Aufbau einer Boulevardredaktion nach Leipzig. Seit Januar 2000 mit einer eigenen Agentur selbständig (Beratung u.a. für MDR, RTL Radio-Holding und mittelständische Unternehmen). Verheiratet mit einer Erfurterin und Vater einer zweijährigen Tochter.

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus?

Er begann mit der Gründung einer Schülerzeitung vor gut 17 Jahren und verlief fließend über das „Thüringer Tageblatt“ zum Radio („Thüringer Rundfunk“, „Landeswelle Thüringen“, „Antenne Thüringen“) und zum Fernsehen (MDR, RTL). Ich hatte das Glück, von meinen Eltern immer wieder motiviert zu werden: „Probier das doch aus, versuch Dich mal!“ Mit diesen Versuchen und Engagement wurden aus Praktika freie Mitarbeiterschaft, Festanstellungen und Führungspositionen - bis zur eigenen Agentur.

Ihre Vorbilder?

Abgesehen von den Ereignissen im vergangenen Jahr ist Papst Johannes Paul II. in gewisser Weise ein Vorbild: einen Weg gerade gehen, klar - mit ganzer Kraft - für eine Botschaft stehen und diese leben. Das halte ich in einer Welt der „Fähnchen im Wind“ für ein wichtiges Zeichen.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ein weniger „schönes“, aber seltenes Erlebnis hatte ich bei der Berichterstattung über ein schweres Unglück. Ich konnte - zunächst unfreiwillig - einer Familie bei der Trauerarbeit um den verlorenen Sohn helfen. Dass ich als (Boulevard-)Journalist dankend in einer Todesanzeige erwähnt werde, habe ich bis dahin noch nicht erlebt. Das hat mich sehr berührt. Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten? Eine moralische Verankerung in Werten und Kritikfähigkeit. Ein Journalist sollte sich täglich im Spiegel in die Augen sehen können und das tägliche eigene Tun auf den Prüfstand stellen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Ich versuche, täglich meine Tochter ins Bett zu bringen und mit meiner Frau zu Abend zu essen. Das sind feste „Termine“, auch wenn danach die Arbeit weitergeht. Zudem „reservieren“ wir uns immer wieder „private“ Wochenenden zu Dritt. Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre allerdings vieles schwerer.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hinein gebracht und was hält Sie?

Weil ich „Gleichgesinnte“ in meinem Beruf gesucht habe, die im gleichen Beruf auf einem ähnlichen Wertefundament arbeiten. Mich hält die Chance, mich einbringen zu können (und es endlich auch zu tun).

Was erwarten Sie von der GKP?

Dass sie noch stärker einen Schwerpunkt auf das „Netzwerk“ legt: Freiberufler, Texter, Autoren, PRExperten, Fotografen - alle könnten noch besser voneinander profitieren.

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