7 Fragen an Matthias Kopp

Geboren am 10. April 1968 in Velbert: Nach dem Abitur Studium der Theologie und Christlichen Archäologie in Bonn, Freiburg und Rom. 1993 - 1997 u. a. bei Radio Vatikan tätig. Seit 1997 Referent für Presse/Verlagswesen im Bereich Kirche und Gesellschaft der Deutschen Bischofskonferenz (vormals Zentralstelle Medien) und Geschäftsführer des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises. Mitglied des Weltverbandes der katholischen Presse und des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken. Seit 1999 im Vorstand der GKP, seit 2002 stellvertretender Vorsitzender.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Während des Studiums in Bonn habe ich erste Gehversuche beim Landesdienst NRW der KNA machen können. Während der theologischen Freisemester in Rom (1990/91) hat mich GKP-Mitglied Pater Eberhard von Gemmingen bei Radio Vatikan eingeführt, eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Nach meiner Rückkehr nach Rom 1993 habe ich dort erst frei mitgearbeitet und nachher als fest angestellter Redakteur: Es war eine herrliche Zeit. Journalismus habe ich dort gelernt. Das wurde nachher ausgebaut, so dass ich mich neben Hörfunksendungen vor allem auf den Zeitungsjournalismus konzentriert habe. Die Aufgaben im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz sind natürlich anders gelagert: In vielen Bereichen kann ich jetzt mehr meinen medienpolitischen Blick schärfen.

Ihre Vorbilder?

Es gibt einige lebende Vorbilder und eine Menge historischer Personen. Im Journalismus ist es Franz von Sales. In der Theologie sind es vor allem Augustinus und Hans Urs von Balthasar. In der Archäologie nenne ich den Katakombenforscher des 19. Jahrhunderts, Giovanni Battista de Rossi.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ich bin dankbar für viele schöne und unvergessliche Erlebnisse (und hoffe auf noch mehr). Besonders denke ich an die Begleitung einiger Papstreisen, vor allem in den Nahen Osten: Der Papst vor der Klagemauer und in der Omaijadenmoschee! Aber es waren auch Ereignisse wie die Organisation des Friedenslichtes im Advent 1999 und, und, und ...

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Ich halte es mit Franz von Sales: 1. Liebe zur Wahrheit. 2. Flüchtiges Nachreden der Geistesverfassung der jeweiligen Zeit hilft kaum. 3. Werte, nicht Manipulation. 4. Solide Ausbildung. 5. Trotz Zeitdruck kein Ausverkauf von Sprache und Stil. 6. Mut, um auch dann für seine Überzeugung einzutreten, wenn der Wind rau ins Gesicht weht. Und mit Paulus füge ich hinzu: "Prüft alles, und behaltet das Gute!" (1 Thess 5, 21)

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Zum einen habe ich eine GKP-Frau, die - nicht zuletzt durch ihre Arbeit bedingt - vieles meiner Arbeit mitträgt. Um im Journalismus "drin" zu bleiben, schreibe ich zu Hause für den "Rheinischen Merkur" und andere Zeitungen, eben privat. Natürlich dominiert der Journalismus nicht das Privatleben, aber er macht eben auch nicht pünktlich um 18.00 Uhr vor der Haustüre halt.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?

In Rom hatte ich schon von der GKP gehört. Als ich in der Bischofskonferenz anfing zu arbeiten, hieß es von vielen Seiten: "Geh da mal hin, da trifft man die Szene." So ist es: Die GKP ist ein Treffpunkt höchst unterschiedlicher Geister. Das "K" vereinigt uns und lässt genauso gute Kontakte über den Tellerrand des Verbandes zu.

Was erwarten Sie von der GKP?

Einen Interessenverband auf katholischer Seite, der auch noch in zehn Jahren besteht. Die GKP muss z. B. mit ihren Reisen oder Symposien und natürlich mit den Jahrestreffen Angebote bieten, die einer attraktiven Konkurrenz aus dem kirchlichen und säkularen Medienbereich standhält. Das kann aber nur gelingen, wenn alle GKP-Mitglieder sich ihrer Mitgliedschaft entsinnen und kreativ mitarbeiten. Wesentlicher als jede noch so gut gemeinte Vorstandssitzung ist das Echo der Mitglieder.

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