7 Fragen an Marcus C. Leitschuh

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Klassisch. Vom Pfarrbrief als "Freier" der Kirchenzeitung bis zum eigenen Buch. Während des Studiums der katholischen Theologie und Germanistik für dasLehramt habe ich für einen ganzen Strauss von Medien (Tagespost, epd, dpa,Weltbild, kna) gearbeitet und verschiedene Praktika gemacht. Besonders spannend waren mehrmalige Urlaubsvertretungen des Chefredakteurs einer evangelischen Kirchenzeitung und eines verantwortlichen epd-Redakteurs. Eigentlich bin ich mittlerweile richtiger Lehrer, und der Journalismus ist Nebentätigkeit. Seit zwei Jahren widme ich mich vermehrt der Publizistik und habe bislang vier Bücher herausgegeben, an drei weiteren mitgearbeitet. Außerdem arbeite ich zunehmend als Moderator (Kirchentag, Kolpingtag).

Mit besonderer Liebe schreibe ich fürs Kabarett und neuerdings, alsWeiterführung der Redaktionstätigkeit, Drehbücher für Großveranstaltungen,die ich moderiere - zuletzt die dreistündige Abschlussveranstaltung des Kolpingtages im Müngersdorfer Stadion in Köln.

Ihre Vorbilder?

Besonders gerne höre und sehe ich Sportreporter, obwohl ich ganz und gar unsportlich bin. In der Interviewtechnik mag ich Maischberger und Fliege. Eigentlich bewundere ich aber Menschen außerhalb des Journalismus viel mehr: Heiner Geissler und Norbert Blüm als Christen in der Politik, Kinderkrankenschwestern und die Familie, die ein krankes Kind pflegt. Das sind mehr als Vorbilder.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ganz klar: das Mittagessen, bei dem am Rande der Berliner GKP-Jahrestagung. Bernhard Meuser, Verlagsleiter des Pattloch-Verlages, mir mein erstes richtiges Buchprojekt ("Fit für Gott") anbot. Unvergessen sind auch die Begegnungen mit Papst Johannes Paul II. in Paderborn und Billardspielen mit Erzbischof Johannes Dyba. Spannend ist für mich momentan der Perspektivwechsel: Häufig nicht mehr als Journalist zu fragen, sondern als Katholikenratsmitglied und ZdK-Kandidat Befragter zu sein.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Bescheidenheit. Ehrlichkeit. Sprachgefühl. Kritikfähigkeit.

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

"Er hat das ihm Mögliche ganz gut gemacht, und wir waren gerne mit ihm zusammen."

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Da ich noch "zu haben" bin, ist es - leider - nur mein eigener Hut. Journalistisch arbeite ich mittlerweile nur noch an Themen, die mich auch privat interessieren.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

1993 trat ich ein, weil ich als Schülerzeitungsredakteur unbedingt einen Presseausweis haben wollte. Schon bei meiner ersten Jahrestagung in Magdeburg fiel mir dann positiv auf, wie ungezwungen die Mitglieder, egal ob Alt oder Jung, "Promi" oder "grün hinter den Ohren", miteinander umgingen. Ich hatte sehr schnell das Gefühl, hier Freunde gefunden zu haben. Dieser Eindruck wurde durch das Deutsch-Französische Treffen in Hamburg und die Bonnfahrten bestärkt. Mich hält genau diese Erfahrung, die Menschen. Nicht zu vergessen ist die GKP ein Kontaktmarkt. Ohne die GKP hätte ich vermutlich als Jugendlicher nie die Chance bei Pattloch bekommen. Übrigens: Mittlerweile gibt es schon die dritte Auflage und ein zweites Buch ("Schweigen, die Kraft der Stille") - Pattloch/Weltbild haben also auch von der GKP profitiert...

Was erwarten Sie von der GKP?

Die Pflege von zwischenmenschlichen Beziehungen, gute Veranstaltungsangebote und die Möglichkeit, ganz unterschiedliche katholische Menschen und Professionen zu treffen, um Kontakte und Beziehungen zu knüpfen und damit letztlich die christliche Botschaft effektiv in den Medien zu vertreten.

 
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