7 Fragen an Lena Fleischer

Lena Fleischer, Jahrgang 1980, ledig, hat Germanistik, Spanisch und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Mainz und Valencia studiert und anschließend über das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) beim Zeitschriftenverlag der Steyler Missionare in den Redaktionen „stadtgottes“ und „Weite Welt“ in Nettetal volontiert. 2007 wechselte sie zur Allgemeinen Zeitung Mainz der Verlagsgruppe Rhein Main und ist seit rund einem Jahr stellvertretende Redaktionsleiterin der Lokalredaktionen Bingen und Ingelheim. Zur GKP gehört sie seit 2005.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Ganz klassisch bin ich zum Journalismus gekommen: Über die Schülerzeitung und das erste Redaktionspraktikum mit 14 in einer Lokalredaktion der Allgemeinen Zeitung Mainz und anschließender freier Mitarbeit, die schnell mein liebstes Hobby wurde, auch wenn es organisatorisch oft schwierig war, vom 500- Seelen-Dorf, in dem meine Familie wohnte, zu jedem Termin zu kommen. Während des Studiums und Volontariats habe ich auch in verschiedene andere Bereiche und Redaktionen reingeschnuppert (Hörfunk, Fernsehen, Nachrichtenagentur, Pressearbeit) und die Zeit zur intensiven Recherche bei den Zeitschriften der Steyler Missionare genossen, um dann wieder zum Tagesgeschäft zurückzukehren, weil ich es einfach spannend finde, möglichst nah an den Menschen um die Ecke zu sein.

Ihre Vorbilder?

Meine Vorbilder sind Menschen, die mich bis heute geprägt, gefördert und unterstützt haben und von denen ich viel lernen durfte: Da ist Gerhard Bonnkirch, der Lehrer, der mich in die Schülerzeitung geholt und in die Lokalredaktion vor Ort geschubst habt, Christine Bausch, die heute eine Kollegin bei der AZ ist und mir erklärt hat, wie eine Tageszeitungs- Redaktion funktioniert, Christoph Renzikowski, Redaktionsleiter der KNA Bayern, der sich selbst für mich als Praktikantin sehr viel Zeit genommen und mir viel Einblick verschafft hat und Albert Herchenbach, Chefredakteur der „stadtgottes“, der immer offen auch für verrückte Ideen war und mir Dinge zugetraut hat, von denen ich selbst nicht gedacht hätte, dass ich sie journalistisch umsetzen kann. Für all das bin ich sehr dankbar.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Dazu zählen sicher Recherchereisen, die ich nach Spanien und England, nach Taiwan und in die Vereinigten Arabischen Emirate gemacht habe. Aber auch ganz unspektakulär scheinende Termine für die Binger Lokalredaktion entpuppen sich immer wieder als Highlight, nämlich dann, wenn ich spüre, dass sich Menschen mir öffnen und mir ihre Geschichte erzählen. Das berührt und freut mich immer wieder. Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten? Die Fähigkeit, zuzuhören und offen anderen gegenüber zu sein. Eine gewisse Portion Hartnäckigkeit und Neugierde gehört sicher auch dazu, außerdem Gelassenheit und Humor, denn manchmal kann es helfen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Das funktioniert, indem ich versuche, freie Tage und kleine Auszeiten ganz bewusst zu genießen.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Schon während des ifp-Volontariats hat Bernhard Rude kräftig Werbung dafür gemacht. Also wurde ich Mitglied und war zum ersten Mal bei der Jahrestagung in Essen dabei. Dort wurde ich herzlich empfangen und habe festgestellt, dass es gut tut, sich mit Kollegen austauschen zu können, die ähnlich ticken. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, wünsche mir aber, öfter an gkp-Veranstaltungen teilnehmen zu können. Bislang bin ich davon immer gestärkt nach Hause zurückgekehrt.

Was erwarten Sie von der GKP?

Ich erwarte einen Austausch über aktuelle, katholische, gesellschafts- und medien-politische Themen und engagierte Mitglieder, die sich trauen, die Stimme zu erheben und ihren Glauben in die Redaktionen zu tragen.

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