7 Fragen an Hans Günter Röhrig

1942 in Heidelberg geboren. Zunächst verantwortli - cher Redakteur beim „Regensburger Tagesanzeiger“, dann Vertreter des Chefredakteurs beim „St. Hein - richsblatt“, Bamberg. Seit 1979 Leiter der Pressestel - le im Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg, Presse - sprecher und stellvertretender Leiter des Referates In - formation und Kommunikation sowie Geschäftsführer der Mkk-Mediengesellschaft für kirchliche Kabelkom - munikation, die Beiträge für die Privatsender erstellt. Seit 31. August 2005 im Ruhestand. 1992 bis 1996 Präsident des Bayerischen Presseclubs, dabei besonders Zusammenarbeit mit dem Verband der katholischen Publizisten Österreichs und mit ost - europäischen Ländern, was sich 1994 in der Grün - dung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Publizi - sten aus den Alpen-Ländern manifestierte. Mehrere Buchveröffentlichungen.

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus?

Eigentlich wollte ich Priester werden. Machte das Abitur über den 2. Bildungsweg, trat in eine Kongregation ein und begann zu studieren. Bald kamen Zweifel auf. Ich versuchte, mich neu zu orientieren. Da fiel mir eine Anzeige auf: Eine „Bayerische Journalistenschule e.V.“ bot Ausbildungsplätze an. Ich bewarb mich, wurde um Arbeitsproben gebeten, die ich nach Lehrbüchern zusammenbastelte. Nach Vorstellung und Prüfung durch eine Kommission aus Verlegern und Chefredakteuren wurde ich angenommen und landete 1966 beim „Regensburger Tagesanzeiger“. Die „Bayerische Journalistenschule e.V.“ entpuppte sich als „eine Initiative zur Gewinnung qualifizierten Journalistennachwuchses für die bayerische Kirchen- und Bistumspresse.“ So war der Weg eigentlich vorgezeichnet.

Ihre Vorbilder?

Streng genommen: keine. Ich denke aber gerne an Menschen, denen ich begegnen durfte oder die mich ein Stück meines Lebens begleiteten.

Die schönsten Erlebnisse im Beruf?

Ein Kollege sagte unlängst zu mir, Dein schönstes Erlebnis steht Dir noch bevor: am 27. Juli 2005. An diesem Tag hat mich nun der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick in den Ruhestand verabschiedet. Vier Erzbischöfen „gedient“ und drei Sedisvakanzen durchgehalten zu haben: das sind Erlebnisse, die nachhaltig sein werden. Ob auch immer schön - das sei dahingestellt.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Um es salopp auszudrücken: Die „drei Hs: Herz, Hirn und Hintern“. Wohlgemerkt, ich spreche als kirchlich besoldeter Journalist. Weniger salopp: Bei einer Medientagung katholischer Publizisten aus Bayern, Österreich und Südtirol in Brixen 1991 wurde eine Erklärung zum Thema „Massenkommunikation und Kirche“, bei der ich mitarbeitete, verabschiedet. Von katholischen Journalisten wurde gefordert, vollständig, wahr, genau und offen zu berichten sowie den „Öffentlichkeitsauftrag der Kirche in professioneller und nicht rein frommer Weise zu erfüllen“.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Ganz gut. Auch als meine zwei Töchter noch klein waren (jetzt bin ich ja schon Großvater), habe ich mich bemüht - trotz aller beruflichen Anspannung - für sie da zu sein. Ich bin ein Familienmensch und obendrein noch gerne „Hausmann“. Und eine gewisse Distanz zum Beruf muss sein.

Warum sind Sie in der GKP?

1983 fand die Jahrestagung der GKP unter dem Thema: Schreiben und Glauben - Die Suche nach dem „Allerwichtigsten“ in Bamberg statt. Ich durfte das Treffen organisatorisch vorbereiten. Beim Bamberger Abend mit der Buger Geigenmusi forderte mich der damalige Domkapitular und jetzige Bamberger Weihbischof Werner Radspieler auf, der GKP beizutreten. 1990 war die GKP wieder zu Gast in Bamberg und das gerne. Das lag nicht nur am Bamberger Abend mit fränkischen Spezialitäten und Schrammelmusik im Kolpinghaus, sondern sicherlich auch am Thema: „Mehr Freiheit - mehr Glaube. Perspektiven für Kirche und Publizisten in Osteuropa“. Einer der Referenten war der Bischof von Dresden-Meißen, Joachim Reinelt.

Was erwarten Sie von der GKP?

Weiterhin Motivation, Information, Begegnungen und Tagungen mit brandaktuellen Themen.

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