7 Fragen an Dr. Daniela Burkhardt

43 Jahre alt, verheiratet mit Prof. Andreas Schümchen, ebenfalls Journalist, Promovierte Germanistin (Studium Germanistik/Katholische Theologie/ Kunst). Viele Jahre als Radio- und Fernsehjournalistin sowie als Moderatorin tätig, unter anderem beim Bayerischen Rundfunk und der JazzWelle-plus in München. Dann Frontenwechsel zur Presse-Referentin und -Sprecherin in verschiedenen Unternehmen (Hochschule, Verband, PR-Agentur). Seit 2003 Leiterin der Kommunikationsberatung burcom in München, die zahlreiche Weiterbildungen zu PR, BWL und Rhetorik veranstaltet. burcom bietet als einziges Institut in Deutschland den Lehrgang zur/m PR-Berater/in (dapr) mit Zusatzqualifikation Non- Profit-PR an. Die GKP ist ideeller Kooperationspartner. Medientrainings zur Profilbildung und Krisenintervention sind das persönliche Spezialgebiet von Dr. Daniela Burkhardt (www.burcom.de).

Ihr persönlicherWeg zum Journalismus?

Der Zug nach München bestimmte meinen Weg: Während meines Studiums in Augsburg habe ich oft Freunde besucht, die in München studierten. Wenn der Zug in den Münchner Hauptbahnhof einfährt, steht links das Gebäude des Bayerischen Rundfunks. So hatte ich mir in den Kopf gesetzt: Da will ich auch arbeiten! Das hat dann glücklicherweise geklappt. Ich wollte eben mehr über das Leben erfahren, und das geht über den Weg des Journalismus, so dachte ich mir. Ich hatte auch einen guten Einstieg: Der damalige Kirchenfunk-Redakteur Adalbert Deris und der TVRedaktionschef „Kirche und Welt“, Hubert Schöne, waren tolle Lehrmeister, die mir die Möglichkeit gegeben haben, mich zu entwickeln. Dafür bin ich heute sehr dankbar.

Ihre Vorbilder?

Ich hatte noch nie ein Fabel für irgend jemand Bestimmten, nicht mal in der Pubertät einen besonderen Teenie-Schwarm. Ich bewundere Menschen für Eigenschaften, die ich nicht habe. Auf den Journalismus bezogen sind es die Menschen, die „schreiben“ können. Es klingt paradox, aber ich hätte große Schwierigkeiten, für die „Zeit“ oder die „Süddeutsche“ einen Artikel zu formulieren. So finde ich zum Beispiel an meinem Mann seine Stilsicherheit in Formulierungen besonders toll und lasse ihn bei wichtigen Texten immer „gegenchecken“.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Immer, wenn eine Kursreihe der Non- Profit-PRWe i t e r b i l - dung starten kann. Mir ist es besonders wichtig, dass gerade in Non-Profit- Organisationen das Bewusstsein für professionelles Auftreten in der Öffentlichkeit wächst, auch in der Hinsicht, dass neben einer guten Schreibe auch Marketingdenken gefordert ist. Als Journalistin hatte mich Harald Juhnke als Interviewpartner tief berührt. Ich bin mit Vorurteilen hingegangen und mit tiefsinnigen, sehr persönlichen Antworten zurückgekommen.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Genaues Hinsehen, unangreifbares Recherchieren, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Abschalten geht fast nicht. Das Meiste geht mir noch abends im Kopf umher. Nur bei einem richtig guten Essen kann ich auch die Arbeit vergessen.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Die GKP bietet neben Journalisten auch PR-Leuten ein Forum. Die Wertigkeit von Öffentlichkeitsarbeit wird der des Journalismus gleichgesetzt. Wir brauchen Zusammenschlüsse von Medienprofis, die auch zu ethischer Verantwortung in den Medien stehen.

Was erwarten Sie von der GKP?

Dass sie sich Themen widmet, die die GKP abhebt von anderen Journalistenvereinigungen und PR-Verbänden. Diese sollen kritisch diskutiert werden, auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes.

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