7 Fragen an Dr. Anton Magnus Dorn

Dr. Anton Magnus Dorn, Jahrgang 1940, verheiratet, 2 Kinder; wohnhaft in Kempten/Allgäu, Publizist und Theologe, jetzt noch aktiv tätig als Geschäftsführer von TOP: Talente, einem Förderverein für Drehbuchautoren und Producer in München.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus

Meine Neigungen, mich schon als Kind journalistischverlegerisch über Anfänge hinaus zu betätigen, wurde von den Nachbarn verhindert, die Wahrheiten nicht veröffentlicht sehen wollten. Dann kamen abgeschlossene Berufsausbildungen als Kaufmann und Polizeibeamter dazwischen, bevor ich mich nach dem Abitur am Abendgymnasium in Neuß/Rhein neben dem Studium von Theologie, Germanistik und Politologie in Tübingen wiederum diesem Beruf zugewandt habe. Die Vorberufe und das Studium waren wohl der Grund, warum ich nach der eigenen journalistischen Ausbildung beim ifp-Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses selbst dort hauptberuflich Studienleiter wurde und mich dort 27 Jahre in der Aus- und Weiterbildung von Journalisten am richtigen Platz gefühlt habe.

Ihre Vorbilder?

Menschlich vor allem mein Großvater, der getreu seinem Motto lebte: Treu in der Pflicht/Wahr im Rat/Fest in der Tat. Ich habe persönliche Vorbilder in der Theologie, der Philosophie und Literatur. Ich durfte in meinem Beruf einige Hundert Journalist(inn)en aussuchen und kennen lernen, die ich als vorbildlich in der Ausbildung für den Nachwuchs geschätzt habe. Drei inzwischen schon Verstorbene will ich nennen: Angela Nacken (F.A.Z.), Reinfried Hörl (SDR-Hörfunk) und Karlheinz Pfeiffer (Rundfunkbeauftragter beim Saarländischen Rundfunk).

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Wer einmal in der Drachklause im Heinrich Pesch Haus abends mit am runden Tisch saß, weiß, warum es mir unmöglich ist, von den vielen schönen Erlebnissen eines mit einem Superlativ hervorzuheben. Mein oft bemühtes Tagebuch ist voll von lieben Erinnerungen. Schön ist es für mich heute im Ruhestand, dass ich nicht fernsehen kann, ohne unseren Ehemaligen am Bildschirm zu begegnen.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Wahrhaftigkeit, Verlässlichkeit, Beherrschung des Handwerks, sorgfältige Recherche, verständliche Sprache, Diskretion, Zivilcourage etc. Aber auch die Beachtung von sogenannten Sekundärtugenden wie etwa Pünktlichkeit und Genauigkeit.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Heute ist das kein großes Problem mehr. Früher musste ich eine Wochenend-Ehe führen, und meine Frau trug die familiäre Hauptlast. Dafür, dass ich so meiner Passion nachgehen konnte, bin ich ihr noch heute dankbar.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?

Es war Prof. Roegele, der mich in den 70er Jahren ermuntert hat, in München mit der Regionalarbeit der GKP zu beginnen. Dann war ich neun Jahre stellvertretender Vorsitzender und habe damals an der noch heute gültigen Satzung mitgearbeitet.

Was erwarten Sie von der GKP?

Dass sie weiterhin das (ein)hält, was in der Satzung steht und von den Kolleginnen und Kollegen immer wieder betont wird: Kollegialität, Motivation, Inspiration, berufliche Bildung, Informationen etc.

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