7 Fragen an Dieter Klink

Geboren 1968 in Oberndorf am Neckar. Studium der Romanistik, Slawistik und Politikwissenschaft in Tübingen und Lyon. 1996-99: Volontär und Redakteur bei der KNA, seit 1999: Redakteur in der Politikredaktion des Badischen Tagblatts, Baden-Baden. GKP-Regionalbeauftragter Südwest. Verheiratet, ein Kind

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Geschrieben habe ich schon immer gern: Als Schüler schrieb ich zunächst Gedichte bescheidener Güte. Eines war zum Beispiel eine schwäbische Büttenrede mit der Zentralaussage, die Zeitungen wegzuwerfen, weil da nur Quatsch drinstünde. Aus heutiger Sicht: Welch ein Frevel! Später schrieb ich Artikel für das BDKJ-Journal in meiner Heimatregion Oberndorf/ Rottweil, zum Beispiel über eine Fahrt nach Taizé. Während des Studiums absolvierte ich Praktika bei Tageszeitungen und wurde freier Mitarbeiter. Über das ifp begann ich dann nach dem Studium mein Volontariat.

Ihre Vorbilder?

Ich lese gerne die Süddeutsche Zeitung. Vorbilder sind für mich Heribert Prantl und Kurt Kister wegen ihrer klaren politischen Analyse. Im Umgang mit Kollegen und Gesprächspartnern ist für mich mein erster Volontärsvater, Jörg Hammann im Münchner KNABüro, Vorbild. Außerhalb des Journalismus ist mir meine vor zwei Jahren verstorbene Oma Vorbild: Vor allem, wie sie sechs Kinder durch den Krieg gebracht und später Schicksalsschläge in tiefem Glauben verkraftet hat und in allem bescheiden blieb, bewundere ich sehr.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Die UCIP-Universität in der Karibik im Dezember 2000. Wir - Journalisten-Kollegen aus allen Kontinenten - waren für drei Wochen eine kleine Gemeinschaft. Uns war bewusst, dass wir die Vereinten Nationen im Kleinen abbilden. Mit Vorurteilen über andere Völker im Kopf reisten wir an und lernten, diese zu überwinden. Wir sahen, wie in der Karibik die Menschen ihren Alltag irgendwie meistern, wie anderswo auch. Die Gemeinschaft der UCIP und die Erfahrung, dass überall auf der Welt Menschen ihren täglichen Sorgen nachgehen, haben mich sehr geprägt.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?W

Gute Beherrschung des journalistischen Handwerks. Interesse am Menschen, Offenheit, auch Ergebnisoffenheit in der Recherche. Kreativität und Fairness. Unerlässlich sind aber auch gute Arbeitsbedingungen. Zur Zeit gibt es die Tendenz, Journalisten nur noch unter dem Kostenfaktor zu sehen. Deshalb ist es wichtig, nach außen immer wieder klar zu machen, dass die Gesellschaft und die Demokratie guten Journalismus brauchen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Zur Zeit ganz gut, weil ich zum Teil in Elternzeit bin: Das heißt, ich bin vier Tage in der Redaktion und einen Tag zu Hause bei unserem Sohn. Dadurch kann meine Frau zwei Tage die Woche arbeiten, den zweiten Tag organisieren wir mit Hilfe einer Tagesmutter.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Eingetreten bin ich 1993 wegen der attraktiven deutsch-französischen Journalistentreffen. Eines dieser Treffen haben wir sogar in unsere Hochzeitsreise integriert. Inzwischen ist die GKP für mich eine Art Heimat geworden. Es tut mir gut, mich immer wieder mit Kollegen über Gott und die Welt zu unterhalten. Das Miteinander der Generationen in der GKP hat mir immer gefallen. Meistens bringe ich von GKP-Treffen wichtige Anregungen mit. Seitdem ich nicht mehr im katholischen Umfeld arbeite, ist mir die GKP sogar noch wichtiger geworden. Nicht zuletzt finde ich die GKP-Reisen attraktiv.

Was erwarten Sie von der GKP?

Dass sie das, was ich soeben beschrieben habe, für mich bleibt.

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