7 Fragen an Christian Breuer

Das Licht der Welt erblickte er am 17. August 1977 in Kleve am Niederrhein. Auf Abitur und Zivildienst in der Caritas-Seniorenpflege folgte das Studium der Alten/ Mittleren/Neueren Geschichte und Ägyptologie an der Universität zu Köln, anschließend ein Volontariat bei dem historischen Monatsmagazin G/Geschichte im Rahmen der ifp-Volontärausbildung. 1,5 Jahre Selbständigkeit brachten viel Erfahrung im Onlinejournalismus beim Internetportal der Rheinischen Post und endete vorerst im Februar 2008 mit einer Redakteursstelle in Ludwigshafen.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus

Es begann mit der Faszination für die Schülerzeitung in der 5. Klasse und dem Entschluss: „Das will ich auch machen!“ Nach kurzzeitigen Überlegungen, vielleicht doch Astronaut oder Priester zu werden, dann der klassische Weg. Freier Mitarbeiter, Studium und schließlich Volontariat beim ifp.

Ihre journalistischen Vorbilder?

Der britische Air-Force-Pilot Ray Hamley, der im Zweiten Weltkrieg eine Kirche in meiner Heimatstadt Kleve bombardiert hatte und Jahrzehnte später, nach etlichen „Klopfzeichen von oben“, den Mut hatte, dafür öffentlich um Vergebung zu bitten. Eine tatsächlich „Wunder-volle“ Geschichte, nachzulesen in einem Buch von Pfr. Friedrich Leinung. Beim Schreiben wünsche ich mir manchmal, die Welt so in einfachen Worten beschreiben zu können wie Stephen Hawking, den Humor von Douglas Adams und die Fähigkeit eines Thomas Bernhard, auch mal stur gegen den Strom zu schwimmen.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Immer mal wieder abends mit der Gewissheit einzuschlafen, tagsüber Menschen kennen gelernt und Dinge gesehen zu haben, die ich mir in der Nacht zuvor im Traum nicht hätte vorstellen können. Und ich glaube, den allerersten Termin, den ersten Aufmacher, die erste Seite-3-Geschichte, die vergisst man auch niemals.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Eine gute Schreibe, Beobachtungsgabe und die unbändige Lust, Neues zu erleben und den Menschen davon berichten zu wollen. Und natürlich all die positiven Eigenschaften, die ich mir von allen Mitmenschen wünschen würde.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Abzuschalten ist in der Tat nicht immer einfach. Umso wichtiger sind Treffen mit lieben Freunden, gemeinsame Gespräche und auch Feiern. Wenn es Zeit und Witterung zulassen, ist eine Stunde im Segelflugzeug eine hervorragende Therapie gegen beruflichen Stress.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?

Auch bei mir waren es die nachhaltigen Empfehlungen meines damaligen Studienleiters Bernhard Rude, verbunden mit der jährlichen Berlin-Fahrt, an der auch ifp-Volos teilnehmen durften. Die herzliche Aufnahme dort war ein erstes positives Signal: Ich schätze es, wie auch der journalistische Nachwuchs gleichberechtigt aufgenommen wird und sich nicht scheuen muss, die „alten Hasen“ anzusprechen; die Romreise, die in der Erinnerung noch immer unglaublich lebendig ist; der Besinnungstag in Dieburg – die Hoffnung auf weitere Erlebnisse und Erfahrung dieser Art ist Grund genug, dabei zu bleiben.

Was erwarten Sie von der GKP?

Die Förderung eines offenen, kritischen Dialoges zwischen Journalisten, Publizisten und der Kirche. Außerdem, dass neue, junge Mitglieder weiterhin so unvoreingenommen und herzlich empfangen und akzeptiert werden. Vielleicht würde es der GKP gut tun, ab und an die Stimme deutlicher zu erheben und ihr Profil nach außen hin zu schärfen.

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