7 Fragen an Beate Schneiderwind

Geboren 1966 in Eschweiler als jüngstes von drei Kindern, aufgewachsen in Alsdorf-Begau bei Aachen. Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Mitarbeit in der Pfarrjugend Mitgründerin eines Liturgiekreises (1979). Aus dem damit verbundenen Engagement für Jugendmessen und pfarrinterne Auftritte entwickelte sich 1982 die Kabarettgruppe und das Laientheater "AutorenTheater Labyrinth", dem sie bis heute angehört und das ausschließlich Kabarettstücke und Schauspiele der Mitglieder spielt. 1986 veröffentlichte Beate Schneiderwind gemeinsam mit drei weiteren Autoren Lyrik und Prosa in dem Band "Strömungen". Studium in Köln: Philosophie, Deutsche Philologie und Pädagogik, 1995 Magister Artium. Seit 1998 ist Beate Schneiderwind mit Dr. Martin Krause verheiratet.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus

Zwar habe ich bereits im Alter von neun Jahren meine erste Kurzgeschichte geschrieben und mit 14 Jahren mein erstes Kabarettstück öffentlich vorgetragen, der Einstieg in den Journalismus war dies jedoch nicht. Das Verfassen von Lyrik und Prosa habe ich immer einem anderen Genre zugerechnet. Als frischgebackene "Magistra Artium" wurde ich als Bildungsreferentin von dem Diözesanverband Aachen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) eingestellt und u.a. mit der Öffentlichkeitsarbeit betraut. Einmal Blut geleckt, entschied ich mich 1998, nur noch als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit tätig zu sein und zwar beim BDKJ im Erzbistum Köln. 2001 wechselte ich von der Diözesanebene zur Bundesebene des BDKJ, um als Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des BDKJ-Bundesvorstandes zu arbeiten. Zudem bestellte mich der BDKJ-Bundesvorstand als Chefredakteurin des BDKJ Journals.

Ihre journalistischen Vorbilder?

Vorbilder sind für mich Kolleginnen und Kollegen, die in ihrer Berichterstattung die Wahrheitsliebe vor den Verkaufswert setzen. Als Pressesprecherin schaue ich jedem auf die Finger, der seinen "Laden" richtig gut verkaufen kann und versuche mir dort etwas abzuschauen. Konkrete Vorbilder habe ich nicht. Was nicht heiflt, dass ich Schriftsteller wie Novalis oder Ingeborg Bachmann nicht besonders schätze. Gleiches gilt für einige Philosophen.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ein konkretes Erlebnis zu benennen, fällt mir schwer. Es ist eine Gnade, die Möglichkeit zu haben, seine Erfahrungen, Meinungen und Kritik zu veröffentlichen. Auf diese Weise haben wir anderen Menschen etwas voraus. Dass es mein Beruf mit sich bringt, immer wieder sehr interessante Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben kennen zu lernen, schätze ich zudem sehr.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Ausdauer - einer Sache bis auf den Grund gehen zu wollen. Talent - damit seine Berichterstattung niemanden langweilt. Mut - auch mal auf eine Story zu verzichten, wenn die Menschenwürde in Gefahr ist. Humor - um trotz aller finanziellen Kürzungen und weniger Stellen diesen Beruf weiter ausüben zu wollen. Geduld - um richtig zuhören zu können. Selbstkritik - um an sich, dem eigenen Stil und der inneren Einstellung immer wieder zu feilen.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Welches Privatleben? Nein, so tragisch ist es nun auch wieder nicht. Natürlich gibt es Phasen im Jahr, in denen ich meinen Mann, meine Familie und meinen Freundeskreis arg vernachlässige. Da es bei den Menschen in meinem privaten Umfeld aber größtenteils beruflich auch heiß her geht, beruhen diese Beziehungen auf gegenseitigem Verständnis. Dafür genießen alle Betroffenen und ich besonders die ruhigeren Zeiten im Jahr durch intensives "Beisammensein".

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht? Was hält Sie?

Die Neugierde - geweckt durch Matthias Kopp - auf die Mitglieder der GKP und die Hoffnung, Gleichgesinnte zu treffen, ließ mich letztes Jahr um die Aufnahme bitten. Eine interessante Jahrestagung im März dieses Jahres mit guten Gesprächen gab diesem Entschluss recht. Dies ging soweit, dass ich den Vorschlag annahm, als Beisitzerin im Vorstand der GKP zu kandidieren. Die Arbeit ist - trotz Zeitmangel aller Vorstandsmitglieder - eine erfrischende Abwechslung im Alltag.

Was erwarten Sie von der GKP?

Von einem Zusammenschluss von Journalisten erwarte ich, gegenseitige Unterstützung in beruflich rauen Zeiten. Dies gilt insbesondere, wenn sich diese Gemeinschaft katholisch nennt. Hierzu gehört auch, sich zu Wort zu melden, wenn es unsere berufliche und ethische Gesinnung von uns verlangt. Selbstverständlich sehe ich auch die Ermöglichung des Austauschs zwischen jungen und älteren Kollegen als maßgebliche Aufgabe des GKP -Vorstands an.

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