8 Fragen an Beate Schley

1960 in München geboren. Sie hat ihr Studium in München und Poitiers/Frankreich absolviert und arbeitet seit 1992 bei "Weltbild". Dem Konzeptwandel der Zeitschrift folgend, war sie zunächst für Lebenshilfe/Psychologie, dann für Familie und Soziales verantwortlich. Seit zwei Jahren ist ihr Ressort Freizeit/Genießen/Garten.

Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Seit ich 16 war, wollte ich Journalistin werden. Doch als eher zurückhaltender Mensch traute ich meiner eigenen Courage nicht und studierte erst einmal Geschichte und Französisch mit unklarem Berufswunsch. In die Endzeit meines Studiums fielen dann aber doch erste praktische Erfahrungen im Journalismu;, doch da ein Volontariat nicht zu ergattern war, besuchte ich zunächst für ein Jahr das Robert-Schuman-Institut in Brüssel, eine europäische, katholische Journalistenschule. Wieder daheim in München, absolvierte ich eine Hörfunk-Hospitanz beim Bayerischen Rundfunk und schließlich ein verkürztes Volontariat bei der KNA in München. Von da ging es als Redakteurin zum Weltbild-Magazin, wo ich heute noch arbeite.

Ihre Vorbilder?

Beruflich habe ich keine, doch privat: meine Berliner Großmutter, die 1990 mit 96 Jahren starb. Sie hat zwei Weltkriege und verschiedene schwere Krankheiten überlebt, Geldknappheit und familiäre Katastrophen überstanden und trotzdem ihren Humor und ihren Lebensmut nie verloren. Trotz äußerlich konventionellem Lebenszuschnitt war sie außerdem - ohne es zu wissen? - eine emanzipierte Frau.

Ihr schönstes Erlebnis im Beruf?

Ich habe es sehr genossen, als ich für das Weltbild-Magazin in den 90er Jahren Reportagereisen in die alten und neuen Länder unternehmen konnte. Ich habe dabei viel deutsche Lebenswirklichkeit kennen gelernt. Mit Überraschung habe ich dabei festgestellt, dass es bei uns ganz viele Menschen gibt, für die die drei großen F (Fernsehen, Fastfood, Faulenzen) nicht alles sind. Das hat mein eigenes Weltbild positiv beeinflusst.

Was halten Sie für unerlässlich für einen Journalisten?

Sich einen unabhängigen Geist zu bewahren, sich nicht von kommerziellen und anderen Zwängen zu sehr bestimmen zu lassen.

Was sollte Ihnen später einmal nachgesagt werden?

Sie hat die Chancen, die ihr das Leben bot, gut genutzt. Für sich und für andere.

Wie bringen Sie privates Leben und Beruf unter einen Hut?

Da ich für eine Monatszeitschrift arbeite, ist meine Arbeitszeit gut planbar. Ich habe aber trotzdem relativ wenig frei verfügbare Zeit, da ich zwischen Augsburg und München pendele (die Redaktion ist in Augsburg, mein Wohnort ist München) und außerdem meine gesundheitlich angeschlagene Mutter betreue. Ohne Terminkalender geht gar nichts.

Warum sind Sie in der GKP? Was hat Sie hineingebracht, was hält Sie?

Als ich zur GKP ging, reizten mich besonders die (inzwischen leider eingegangenen) deutsch-französischen Treffen. Und in der Tat gab es da, wie auch auf den Jahrestagungen, an denen ich teilgenommen habe, nicht nur Gedankenaustausch, sondern auch menschlich interessante Begegnungen. Außerdem halte ich, obwohl eigentlich kein Vereinsmeier, wenig von dem sich immer weiter verbreitenden Einzelkämpfertum. Ich glaube an das "gemeinsam sind wir stärker" und finde es gut, wenn Menschen, die gemeinsame Vorstellungen und Ziele haben, sich zusammenschließen. Deswegen bin ich Betriebsrätin, und deswegen bin ich in der GKP.

Was erwarten sie von der GKP?

Dass sie (vor allem nach außen hin) etwas frischer, kecker, jünger auftritt. Und dass sie mir weiterhin viele Gelegenheiten bietet, über den eigenen Tellerrand zu schaue, (und natürlich , dass sie mit säumigen Beitragszahlern wie mir weiterhin so freundlich umgeht).

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