Buchtipp: Lügenpresse

Volker Lilienthal Irene Neverla LuegenpresseUnter dem Titel „Lügenpresse – Medienkritik als politischer Breitensport“ hat die Universität Hamburg eine Ringvorlesung veranstaltet, deren Vorträge nun als Buch erschienen sind: Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erläutert seine zehn Prinzipien für die journalistische Wahrheitssuche, Chefredakteur Kai Gniffke von ARD aktuell plädiert für eine respektvolle Kommunikation mit dem Publikum und Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo ist sich sicher, dass die Recherche die neue Meinung ist. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Sie stehen im Verdacht, heikle Informationen zu unterschlagen. Zusammen mit Wissenschaftlern gehen die Journalisten in ihren lesenswerten Beiträgen der Frage nach, wie diese Glaubwürdigkeitskrise entstanden ist, wieso plötzlich so viele Leser und Zuschauer verunsichert sind und was die politischen Hintergründe des Kampfbegriffs „Lügenpresse“ sind. (rub)

Volker Lilienthal / Irene Neverla (Hrsg.): Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs. Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi 1580). Euro 9,99

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