Berliner GKP zu Gast beim koptischen Bischof

Bischof Damian im GesprächEr ist ein Bischof, der einfach immer ansprechbar ist und den Menschen lächelnd begegnet – bei allen Sorgen in seinem Heimatland. Und so empfing Bischof Damian, Oberhirte der koptischen Christen in Deutschland, am 14. März sieben Mitglieder der Berliner GKP-Regionalgruppe mit großer Herzlichkeit. Auch aus der Gemeinde hörten einige Kopten zu.

Der studierte Mediziner zeigte uns die koptische St. Antonius und St. Shenouda-Kirche im Ost-Berliner Stadtteil Lichtenberg, ein ehemals evangelisches Gotteshaus, und berichtete von den Herausforderungen für die Kirche. Allein während der vergangenen drei Jahre seien 6.000 koptische Christen aus Ägypten nach Deutschland gekommen, zur Berliner Gemeinde zählten nun 1.200 Mitglieder. Viele weitere würden „schon das Land verlassen wollen. Aber die Tür nach Deutschland ist so gut wie versiegelt.“

An Sonntagen sei der Kirchenraum voll, so der Bischof. „Es ist ein Kulturschock“, sagte er. Wenn man nicht aufpasst, ist die Gefährdung nicht gering.“ Die Kirche helfe den Menschen beim Lernprozess, „ihre eigene Identität zu bewahren, ohne die Integration aus dem Blick zu verlieren“. Denn die Menschen dürften sich nicht abkapseln. Damian, der erst kürzlich von einer Ägyptenreise zurückkehrte, nannte es „auch ein Teil seines Weges, den Menschen den Weg zu bereiten.

Und Bischof Damian betonte auch, wie wichtig es sei, wenn sich Politiker oder Journalisten für die Situation der Christen in Ägypten einsetzten. „Wir lieben ihn“, sagte er über den Vorsitzenden der Bundestags-Unionsfraktion, Volker Kauder, der immer wieder nach Ägypten reist und Christen trifft. So bekamen wir einen Eindruck von den Sorgen, aber auch von den Alltagsfreuden der koptischen Gemeinde in Deutschland.

Christoph Strack

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