Katholischer Journalistenverband erfreut über Oscar für „Spotlight“

Bergisch Gladbach - Die GKP hat die Auszeichnung des Dramas „Spotlight“ mit dem Oscar 2016 für den besten Film als ermutigendes Signal für kritischen Journalismus gewürdigt. „Spotlight wirft ein Glanzlicht auf die Bedeutung beharrlicher Recherche der Medien“, sagte der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. „Zugleich ist unerschrockene aufklärerische Arbeit das beste Gegengift gegen finstere, denunziatorische Parolen wie ‚Lügenpresse‘.“

Der Film Spotlight zeichnet nach, wie ein Reporterteam der Zeitung „Boston Globe“ die jahrzehntelange, systematische Vertuschung von sexuellem Missbrauch in der US-Erzdiözese Boston aufdeckte. Der mitverantwortliche Kardinal Bernard Law musste unter dem Eindruck der Berichterstattung 2002 seinen Posten als Erzbischof räumen. Weiterlesen »

Thomas Arzner ärgerte sich über Falschmeldung im "Fall Lisa"

In der Märzausgabe der GKP-Informationen schreibt Thomas Arzner, über welche Meldung in den Medien er sich besonders geärgert hat. Arzner ist Redakteur beim Konradsblatt in Karlsruhe.

Worüber haben Sie sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert?
Ein 13-jähriges, russlanddeutsches Mädchen soll angeblich von arabischen Flüchtlingen in Berlin vergewaltigt worden sein… Im Januar berichteten Medien darüber, in den Sozialen Netzwerken gingen die Emotionswogen hoch. Der „Fall Lisa“ war in der Welt. Weiterlesen »

Ruth Lehnen: Abenteuer Volontärsausbildung

Ruth Lehnen wurde beim Kirchenboten des Bistums Osnabrück und beim ifp ausgebildet, war FAZ-Redakteurin und ist stellvertretende Redaktionsleiterin der Kirchenzeitungen „Glaube und Leben“ (Bistum Mainz), „Der Sonntag“ (Bistum Limburg) und „Bonifatiusbote“ (Bistum Fulda).

Ruth Lehnen schildert in der Rubrik "Abenteuer Journalismus" in den GKP-Informationen ihre Erfahrungen mit der Ausbildung der VolontärInnen in ihrer Redaktion. Weiterlesen »

Eckpunkte: Human Interest

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Profitgier, Sensationslust und Publizitätssucht:

Im Film „Ace in the Hole“ (dt. „Reporter des Satans“) gibt der Protagonist Charles Tatum einem jungen Kollegen sein journalistisches Credo mit auf den Weg: „Bad news sells best“. Aber, fügt er erklärend hinzu, Katastrophen mit vielen Opfern taugen nicht für gute Geschichten. Denn die Leute wollen nicht Statistiken lesen, sondern alles über die Erfahrungen Einzelner wissen: „That's human interest!“ Tatum, ein ehemaliger Starreporter, ist nach dubiosen Affären bei einem Provinzblatt gelandet und will nun unbedingt wieder in die höchsten Ränge der Branche, sprich nach New York, aufsteigen. Als er bei einer banalen Recherche zufällig vernimmt, dass ein Schatzgräber auf der Suche nach indianischen Kunstwerken in einer Höhle verschüttet worden ist, wittert Tatum eine tolle Story, vielleicht gar Pulitzerpreis-verdächtig – vorausgesetzt der verunglückte Leo Minosa steckt lange genug in der Höhle fest, dass sein Schicksal in täglichen Frontpage-Berichten den Lesern ans Herz rühren kann. Tatum sorgt tatsächlich dafür, dass Leo nicht auf dem schnellsten Weg geborgen wird, sondern erst noch tagelang ein Rettungsschacht gebohrt werden muss, und er sichert sich das Exklusivrecht, durch eine Gesteinslücke dem Verunglückten täglich Nahrung und Medikamente bringen und mit ihm sprechen zu dürfen. Von Reportagen und Rundfunkberichten angelockt, strömen Schaulustige herbei, kampieren auf dem Areal vor dem Höhleneingang, verwandeln es in einen Rummelplatz und bescheren dem Tankstellenshop ungeahnte Umsätze. „They are all your friends out there“, sagt Tatum zu Leo – eine Art Facebook von anno dazumal… Der Big Carnival löst sich denn auch in Windeseile auf, als Tatum den „Freunden“ per Megaphon verkünden muss, dass Leo nicht mehr gerettet werden kann. Als Opfer des unseligen Zusammenspiels von Profitgier, Sensationslust und Publizitätssucht ist er am Morgen des sechsten Höhlentages einer Lungenentzündung erlegen. Weiterlesen »

Buchtipp: Ausland

Andreas Elter Christian F. Trippe Ausland

Dem Auslandsjournalismus haftet noch immer der Nimbus der Exotik, der Unabhängigkeit und freien Entfaltung der Persönlichkeit an: Fernab von den Redaktionszwängen und den Vorgaben von Dienstplänen entdecken Auslandsjournalisten die weite Welt. Andreas Elter und Christian F. Trippe spannen in ihrem Band „Ausland“, der in der Journalismus Bibliothek erschienen ist, einen Bogen von der Geschichte dieses Ressorts und den Anfängen der Reisereporter bis hin zu den Veränderungen durch die Digitalisierung und das Zusammenwachsen der Welt. Neben einem Überblick über die Arbeit in den einzelnen Mediengattungen liefern Erfahrungsberichte gestandener Auslandsjournalisten und Kollegenporträts Eindrücke aus der Berufspraxis. Abgerundet wird das Buch durch Checklisten und einen Serviceteil über mögliche Wege in den Beruf des Auslandsjournalisten. (rub) Weiterlesen »

Rheinland-Stammtisch am 14. März in Bonn

Die Region Rheinland traf sich am Abend des 14. März zum informellen Stammtisch im Restaurant „Olive“ in der Brüdergasse 12 in Bonn. Themen des kollegialen Erfahrungsaustauschs waren unter anderem die GKP-Jahrestagung in Trier und die aktuellen Landtagswahlen.

Christiane Limberg

Region Rheinland: Gutes für Leib und Seele

Besuch im neuen Kirchenpavillon der evangelischen Kirche in Bonn

Die Leiterin des Kirchenpavillons, Martina Baur-Schäfer (Mitte), freute sich über den Besuch der GKP-Mitglieder und informierte über das Konzept eines niederschwelligen pastoralen Angebots in der Bonner Innenstadt. Foto: Christiane Limberg

Trotz aller katholischer Dominanz in der ehemaligen Hauptstadt: Bonn präsentiert auch von evangelischer Seite ein attraktives Angebot. Davon konnten sich Mitglieder der Region Rheinland im Kirchenpavillon beim Gespräch mit dessen Leiterin Martina Baur-Schäfer überzeugen. Weiterlesen »

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