Eckpunkte: Fahrenheit 451

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Bücher, Sprache und die frohe Botschaft:

In nicht allzu ferner Zukunft: Das höchste Ideal der Gesellschaft ist das individuelle Glück, lauter Freude und Vergnügen. Leiden, Schmerz, Konflikte sind unbedingt zu vermeiden. Deswegen hat man auch alle Bücher verboten. Denn Bücher erzählen von Problemen, stiften Unruhe und gefährden damit in höchstem Maße das gesellschaftliche Glück. Die Feuerwehr hat die Aufgabe, noch die letzten versteckten Bücher aufzuspüren und zu verbrennen. Eifrig dabei ist auch Feuerwehrmann Guy Montag. Er ist glücklich mit Linda verheiratet und liebt seinen Beruf. Demnächst soll er überdies für seinen vorbildlichen Einsatz befördert werden. Da lernt Guy auf einem seiner Einsätze Clarisse kennen. Sie hat die letzte Gesinnungsprüfung nicht bestanden und liest heimlich Bücher. Clarisse erzählt ihm auch von den geheimnisvollen Büchermenschen, die zurückgezogen im Wald leben und angeblich ganze Bücher auswendig lernen. Denn was man im Kopf und im Herzen hat, kann nicht verbrannt werden. Verwirrt und zugleich fasziniert fängt Guy an, bei seinen Diensteinsätzen heimlich Bücher mit nach Hause zu nehmen und sie nachts zu lesen. Linda findet derweil ihr Glück in Tabletten und Unterhaltungsmedien. Immer mehr zieht es Guy in die Bücherwelt – doch seine Frau versteht das überhaupt nicht. Schließlich zeigt sie ihn bei der Feuerwehr an, so dass Guy gezwungen wird, seine eigenen Bücher zu verbrennen. Aber statt brav zu gehorchen, setzt er nur seine Einrichtung in Brand und flieht zu den Büchermenschen. Dort trifft er Clarisse wieder und beginnt, genauso wie sie, Bücher auswendig zu lernen. Weiterlesen »

"Elementare Bürgerrechte wahren"

Bergisch Gladbach - Ausländische Journalisten werden an der Einreise gehindert oder vorübergehend festgenommen, eigene Medienschaffende eingeschüchtert und juristisch verfolgt: In den letzten Wochen sind Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei verstärkt unter Druck geraten. Die GKP sorgt sich um die Kolleginnen und Kollegen, die unter diesen schwierigen Bedingungen ihren Beruf ausüben müssen, und ruft anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 03. Mai 2016 die Türkei und alle Staaten weltweit dazu auf, das Grundrecht der freien Meinungsäußerung zu achten und die Presse uneingeschränkt arbeiten zu lassen. „Die gleiche Sensibilität, die Präsident Erdogan bei der eigenen Person an den Tag legt, wünschte man sich für die Wahrung elementarer Freiheitsrechte aller türkischen Bürger“, erklärt der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. „Es ist das Kalkül der Despoten, mit dem Druck auf Journalisten alle Kritik mundtot zu machen.“ Weiterlesen »

Kirche in Kreuzberg – ein „Glück, hier leben zu dürfen“

Zu acht stieg die Berliner GKP-Gruppe in der Kreuzberger Naunynstraße eine Stiege hinauf und erwartete ein vielleicht 90-minütiges Gespräch über das Wirken der Jesuiten in ihrer Wohngemeinschaft. Und dann bekamen sie eine lebendige, nachdenkliche Tour durch knapp 40 Jahre, die Christian Herwartz bot. 40 Jahre von Kirche, von Jesuiten in kirchlichem Auftrag im Arbeitermilieu, unter Menschen am Rande. Einer der beeindruckendsten GKP-Termine der vergangenen Jahre in der Hauptstadt brachte auch noch journalistisches Glück. Acht Tage später stand die Verabschiedung des bald 73-jährigen Jesuiten an. Da nutzte manch einer das Gespräch noch zur Zitatesammlung für ein Portrait. „Wenn man sich für den Glauben entscheidet und für etwas einsetzt, dann organisiert man Freiheit.“ Weiterlesen »

Hintergrundgespräch im Paderborner Priesterseminar

Zu einem informativen und ehrlichen Hintergrundgespräch traf sich die Regionalgruppe Paderborn jetzt mit dem Regens des Paderborner Priesterseminars, Domkapitular Dr. Michael Menke-Peitzmeyer (rechts). Themen waren u. a. der Umbau des Paderborner Seminars, die Zukunft der Priesterausbildung und des Priestertums überhaupt sowie die Erfahrungen mit jungen Leuten, die diesen Beruf ergreifen wollen.
 

Buchtipp: Das Herz der Nation an der Bushaltestelle

Nowak Das Herz der Nation an der BushaltestelleReportagen werden in unserem Nachbarland Polen seit Jahrzehnten in Tageszeitungen gepflegt. Ryszard Kapuściński, der die Welt im Notizbuch nach Hause brachte, wählten die Polen gar zum „Reporter des Jahrhunderts“. Włodzimierz Nowak, seit über 20 Jahren Reporter bei der Gazeta Wyborcza, reiste in den Jahren 1998-2013 durch die polnische Provinz und besuchte Orte jenseits der großen, glitzernden Städte. Dort, wo das Herz des Landes schlägt, trifft er auf Menschen, deren Leben sich nach der Wende 1990 dramatisch verändert hat. Er spricht mit Bergarbeiterfrauen, Kleinkriminellen, lebensmüden Teenagern, widmet sich ganz jenen Menschen, die zu den Verlierern dieser Wende gehören: den Verzweifelten, Gebrochenen, den Stolzen und Unbeugsamen. Keine erbaulichen Geschichten, sondern nüchterne Reportagen in einer großen Tradition, in denen stets das Mitgefühl des Autors für die kleinen Leuten mitschwingt. (rub) Weiterlesen »

Buchtipp: Panama Papers

Obermayer Obermaier Panama PapersDie Geschichte des größten Datenleaks aller Zeiten begann mit einer anonymen Nachricht. Die beiden Investigativ-Reporter Bastian Obermayer und Frederik Obermaier von der Süddeutschen Zeitung beschreiben in ihrem Buch, wie die Daten hunderttausender Briefkastenfirmen einen Einblick gaben in eine bisher vollständig abgeschottete Parallelwelt. In dieser werden Milliarden von großen Konzernen, europäischen Politikern und Diktatoren aus aller Welt, Schmugglern, Drogenbossen, FIFA-Funktionären und Prominenten verwaltet, verschoben und versteckt. Das Buch über die „Panama Papers“ ist eine faszinierende Geschichte einer internationalen Recherche, an der rund 400 Reporter aus 80 Ländern fast ein Jahr lang gearbeitet haben. (rub) Weiterlesen »

Über Darstellung der Kirche in "Spotlight" geärgert

In der April-Ausgabe der GKP-Informationen schreibt Felizia Merten, worüber sie sich in den Medien besonders geärgert hat. Merten ist Volontärin bei der Herder Korrespondenz in Berlin. Weiterlesen »

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