Buchtipp: Rettet die Wahrheit

Was passiert mit einer Gesellschaft, in der Fake News Menschen manipulieren und das Vertrauen in die Politik und die Medien nachhaltig erschüttern? heute journal-Moderator Claus Kleber hält auch im Social Media-Zeitalter die Lieferung und Aufarbeitung von Nachrichten für eine Aufgabe für professionelle Journalisten, die ihren Job ernst nehmen und sich nicht auf einer ungesicherter Wissensbasis in den Mainstream ziehen lassen. Kleber hat daher mit einer kleinen „Streitschrift“ ein Plädoyer für die Unabhängigkeit der Medien und gegen die Kampagnen der Hetzer vorgelegt und beschäftigt sich darin mit der Frage, wie der Orientierungslosigkeit und der Streuung von Unwahrheiten ein Ende gesetzt werden kann. Dabei bietet er auch einen Blick in den Redaktionsalltag der ZDF-Sendung, in der Journalisten über die Nachrichtenauswahl entscheiden und nicht politische Vorgaben umgesetzt werden. (rub) Weiterlesen »

Theologisches Know-how gefragt

Bergisch Gladbach – Sechs Wochen vor dem Ende des Reformationsjubiläums 2017 würdigt die GKP den breiten Raum, den die deutschen Medien diesem Ereignis, aber auch anderen religiösen Themen widmen. „Die alte Frage, ‚Wie hältst du’s mit der Religion?’, ist auch für unsere moderne säkulare Gesellschaft aktuell und relevant“, sagt der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. In den Medien sei die Arbeit von Journalisten mit entsprechender Fachkenntnis unerlässlich, betont er anlässlich des vom Vatikan ausgerufenen „Welttags der sozialen Kommunikationsmittel“ (Mediensonntag) am 10. September.

„Wer Religion verstehen und verstehbar machen will, muss etwas davon verstehen.“ Joachim Frank warnt davor, theologisches Know-how in den Redaktionen zu vernachlässigen: „Kompetenz ist hier genauso wichtig wie für die politische Arena oder das Fußballfeld.“ Angesichts zunehmender religiös motivierter oder überlagerter politischer und gesellschaftlicher Konflikte seien fundiertes Wissen und Urteilsvermögen für die Berichterstatter umso wichtiger.

Frank hebt auch die Bedeutung der kirchlichen Nachrichtenagenturen als zu-verlässige und seriöse Quellen für aktuelle Information und Hintergrundwissen in den Bereichen Religionsgemeinschaften, Theologie und Weltanschauungen hervor. „Mit KNA und epd sind Redaktionen immer auf der sicheren Seite.“ Weiterlesen »

Eckpunkte: Arbeit und Muße

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Ruhe, Einsamkeit und Erholung:

Eine der Redewendungen, die im Arbeiter- und Bauernstaat geprägt wurden, hieß: „Freitag ab eins, macht jeder seins“. Das bezog sich nicht etwa auf die Erfahrung, dass Behörden am Freitag nur bis 13.00 Uhr geöffnet hatten, sondern war ein Ausdruck der Mangelwirtschaft. Weil es viele Dinge nicht zu kaufen gab, wurden diese privat am Arbeitsplatz hergestellt. Da die Produktionsmittel ja Volkseigentum waren, hatte man nicht einmal ein besonders schlechtes Gewissen dabei. Und als der Sonnabend kein Arbeitstag mehr war, wurde für manche der Freitagnachmittag zu einer Art Sonnabend. Ob Planwirtschaft oder soziale Marktwirtschaft, einer der wesentlichen Lebensrhythmen ist der Wechsel von Arbeit und Erholung, Alltag und Fest. Unser Siebentage-Rhythmus begründet sich in der Bibel. „Heilige den Sabbat“, lautet das dritte Gebot, das sich schöpfungstheologisch aus dem Buch Genesis herleitet: „Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.“ (Gen 2,3). Weiterlesen »

Buchtipp: Lügenpresse

Volker Lilienthal Irene Neverla LuegenpresseUnter dem Titel „Lügenpresse – Medienkritik als politischer Breitensport“ hat die Universität Hamburg eine Ringvorlesung veranstaltet, deren Vorträge nun als Buch erschienen sind: Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer erläutert seine zehn Prinzipien für die journalistische Wahrheitssuche, Chefredakteur Kai Gniffke von ARD aktuell plädiert für eine respektvolle Kommunikation mit dem Publikum und Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo ist sich sicher, dass die Recherche die neue Meinung ist. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Sie stehen im Verdacht, heikle Informationen zu unterschlagen. Zusammen mit Wissenschaftlern gehen die Journalisten in ihren lesenswerten Beiträgen der Frage nach, wie diese Glaubwürdigkeitskrise entstanden ist, wieso plötzlich so viele Leser und Zuschauer verunsichert sind und was die politischen Hintergründe des Kampfbegriffs „Lügenpresse“ sind. (rub) Weiterlesen »

Buchtipp: Zeitungsstadt Berlin

Peter de Mendelssohn Zeitungsstadt BerlinDer Berliner Zeitungsmarkt wurde einst geprägt von Persönlichkeiten wie Leopold Ullstein, Rudolf Mosse und Axel Springer, gezeichnet von historischen Zäsuren wie der NS-Diktatur, der deutsch-deutschen Teilung und dem Neubeginn nach der Wiedervereinigung 1990. Peter de Mendelssohn schlägt in seiner erstmals in den 1950er Jahren erschienenen Chronik voller Anekdoten einen Bogen von den Anfängen des Berliner Zeitungswesens am Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die Nachkriegszeit der geteilten Stadt. In der Neuausgabe haben Lutz Hachmeister, Leif Kramp und Stephan Weichert diesen Klassiker nun von der Zeitungsstadt Berlin bis zur Digitalwirtschaft in die Gegenwart verlängert. (rub) Weiterlesen »

Bernhard Beutler ärgert sich schon früh zwischen 7 und 8 Uhr

Dr. phil. Bernhard Beutler (81), Kanadist, in der gkp seit mehreren Jahrzehnten, war u.a. Volontär für kna beim Vatikanischen Konzil, später Pressereferent des Goethe-Instituts e.V., Leiter von Kulturinstituten im Ausland; lebt heute im Ruhestand als Publizist und Kulturberater in München. Auf die Frage, worüber er sich zuletzt in den Medien so richtig geärgert habe, gab er zur Antwort:

Der Ärger beginnt morgens zwischen 7 und 8 Uhr. Da höre ich den Deutschlandfunk, Nachrichten, Presseschau, Themen zum Tage. Im Allgemeinen sehr informativ. Aber kaum ein Tag, an dem man nicht wieder und wieder feststellen muss, dass diese Herren und Damen (wobei Letztere sich meist provokanter gerieren, wie auch in den Talkshows des TV) eigentlich nicht auf Inhalte zielen, sondern primär auf Personalien. In die gleiche Rubrik gehören Riesenfotos von Politikern  in auch angesehenen Printmedien: DIE ZEIT / Süddeutsche etc. – optisches brainwashing! Weiterlesen »

Der Golfball ist sein berufliches Abenteuer

Rainer Lomen, 59, leitet die Redaktion des regionalen Blattes Golf & Business. Zwei Jahrzehnte widmete er sich der Unternehmenskommunikation, war im Marketing aktiv und schrieb für die Wirtschaft Nordhessen, den Titel der Industrie- und Handelskammer.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich der Freude am Schreiben zu nähern. Mein Weg hatte mit der Firmung zu tun. „Lasst uns ein Heft machen, in dem wir regelmäßig unsere Sicht der Dinge darstellen!“ So lautete unser Anliegen, als wir uns in der Kasseler Gemeinde St. Marien auf das Sakrament vorbereiteten. „Wir“, das war ein Dutzend Youngster, deren Sendungsbewusstsein im Gegensatz zu ihrer Fähigkeit stand, lesenswerte Texte zu Papier zu bringen. Das Ergebnis wurde monatlich als „Laberus“ vor der Kirche verteilt. Weiterlesen »

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