Solidarität mit verhafteten Journalisten in der Türkei

Unser GKP-Vorsitzender Joachim Frank äußerte sich im Neuen Ruhr-Wort zu den aktuellen Entwicklungen in der Türkei:
 
"Präsident Erdogan betreibt eine perverse Politik: Er verdreht Werte und Begriffe wie Meinungsfreiheit und Volkswille. Für die Demokratie hat Erdogan in Wahrheit nur Verachtung übrig. Die verhafteten Journalisten sind Opfer und zugleich Kronzeugen seines zynischen, rücksichtslosen Despotimus. Sie brauchen unsere Solidarität. Leider fallen die Reaktionen der europäischen und auch der deutschen Spitzenpolitiker so schwächlich aus, dass sie Erdogan noch in seinem Vorgehen bestärken. Wo kritische Journalisten zum Schweigen gebracht werden, ist auch das offene Wort jedes Bürgers in Gefahr. 
 
Von besonderer Perfidie ist Erdogans Vorwurf, Deutschland behindere die Redefreiheit. In Wahrheit macht sein Einfluss schon heute kritische türkisch-stämmiger Mitbürger auch hierzulande mundtot. Zudem hätte ich es bis Sonntag für unmöglich gehalten, dass in unserem Land 2016 auf Massendemonstrationen unter Polizeischutz hasserfüllt die Todesstrafe herbeigebrüllt wird. Erdogan und seine Leute zeigen hier ihr wahres Gesicht."

Eckpunkte: Vom Hören und Tätigsein

Pater Christof Wolf, Geistlicher Beirat der GKP, über Marta als Urgestalt des "contemplativus in actione":

Der junge Spanier Hieronymus Nadal (1507-1580) lernt als Student in Paris Ignatius und seine Freunde kennen. Sich der Gruppe anschließen will er nicht. Dennoch lässt ihn die Gesellschaft Jesu nicht los. Fasziniert liest er, was Franz Xaver über seine Missionstätigkeit in Indien berichtet, und reist schließlich 1545 nach Rom, um dem neu gegründeten Orden näher zu kommen. Nadal macht die großen Exerzitien und wird nun doch Jesuit. Bald ist er ein Vertrauter von Ignatius und hilft ihm unter anderem bei der Formulierung der Ordensregel. Die Gesellschaft Jesu verzichtet auf das traditionelle Stundengebet und den damit einhergehenden Rhythmus von Gebet und Arbeit. Die eben erst im Spätmittelalter geprägte Formel „Ora et labora“, oft als benediktinische Kurzformel bezeichnet, obwohl sie in der „Regula Benedicti“ gar nicht enthalten ist, kommt also nicht infrage. Wie aber lässt sich die jesuitische Lebensform prägnant beschreiben? Von Nadal stammt die Formulierung „contemplativus in actione“. Jesuiten sollen nicht in abgeschiedener Stille ein rein beschauliches Leben führen und sie sollen auch nicht einfach in ihrer Arbeit aufgehen. Die Gotteserfahrung in Jesus Christus ist Heimat und Quelle. Das bestimmt den Gefährten Jesu, wohin immer er auch gesandt ist, nach besten Kräften tätig zu sein. Weiterlesen »

Voller Respekt betraten sie das Schiff

GKP Südwest im Gespräch mit Militärdekan Michael Gmelch. Er hat mit der Marine Flüchtlingen im Mittelmeer geholfen – für ihn ist das Aufgabe von Christen

Dass er eines Tages Vorträge über seinen Rettungseinsatz bei der Deutschen Marine halten würde, hat Michael Gmelch vor zwei Jahren noch nicht gedacht. Doch dann kam der Auftrag an den katholischen Militärseelsorger, das Schiff der Bundeswehr im Mittelmeer zu begleiten, um in Seenot geratene Flüchtlinge aus dem Wasser zu fischen.  Darüber erzählte Gmelch im Gespräch mit der GKP, Region Südwest, zusammen mit dem Ökumenischen Presseclub Baden-Württemberg und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Anfang Juni 2016 lud die GKP Südwest zum Pressegespräch nach Karlsruhe. Weiterlesen »

Buchtipp: Medien: Macht & Verantwortung

Ulrich Wickert Medien Macht VerantwortungZunehmender Wettbewerbsdruck, die Flut an Informationen und die Schnelligkeit, mit der sie sich verbreiten, haben nach Ansicht von Ulrich Wickert zu einer erschreckenden Banalisierung der Öffentlichkeit geführt. Voyeurismus, Skandalisierung, Emotionalisierung sind nur einige Stichworte. Der frühere Tagesthemen-Moderator reflektiert in seinem Essay über die Macht und die Verantwortung der Presse beispielsweise nach den Kölner Silvester-Ereignissen, dem Zugunglück in Bad Aibling oder im Umgang mit Politikern und Wirtschaftsbossen in Interviews. Statt Betroffenheitsjournalismus fordert er kritischen, aufklärerischen Journalismus gerade auch im Wissen um die Macht und die politische Wirkung von Bildern in der Berichterstattung. (rub) Weiterlesen »

Buchtipp: Das Spiel ist aus

Holger Gertz Das Spiel ist aus DVAGeschichten über das Verlieren. Holger Gertz, Reporter der Seite drei der Süddeutschen Zeitung in München, haben Verlierer immer mehr interessiert als Gewinner und zwar nicht nur bei Sportereignissen. In seinen Reportagen, Porträts und Essays zeichnet er die Schicksale der Verlierer nach, der tragischen Helden, der Gescheiterten und der Verlorenen und erzählt dabei zugleich mehr über den Sport und das Leben. Wimbledon-Gewinner Boris Becker kommt in der neuen Reportagen-Sammlung ebenso vor wie der Boxer Henry Maske, der Reporter Rolf Töpperwien, Fußballkommentator Marcel Reif oder Bastian Schweinsteiger und Tour-Held Lance Armstrong. Ein Buch nicht nur für Sportinteressierte, sondern für alle, die ausgezeichnete Reportagen schätzen. (rub) Weiterlesen »

Abenteuer Journalismus: Ulrich Ruh in der Sowjetunion

Ulrich Ruhs größtes journalistisches Abenteuer war die Berichterstattung über die 1000 Jahr-Feier der Russisch-Orthodoxen Kirche in Moskau 1988.
Ruh, 1950 in Elzach (Schwarzwald) geboren, war nach dem Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Freiburg und Tübingen von 1974 bis 1979 Assistent am Lehrstuhl von Karl Lehmann und hat bei ihm mit einer Arbeit über Begriff und Problem der Säkularisierung promoviert. Von 1979 bis 1991 war er Redakteur der „Herder Korrespondenz“, von 1991 bis 2014 dann deren Chefredakteur. Im März 2015 ernannte ihn die Universität Freiburg zum Honorarprofessor, im Oktober 2015 wurde er Dr. theol. h.c. in Erfurt.
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Regionalgruppe München besucht Kloster Beuerberg

13.07.2016

Ein Kloster, mehr noch dessen Klausurbereich,  hat etwas Geheimnisvolles.  Hinter Mauern öffnet sich nicht selten ein von der übrigen  Welt abgetrennter Kosmos.  Wer einen Blick in diese verborgene Sphäre werfen möchte, der hat im Kloster Beuerberg vor den Toren Münchens derzeit Gelegenheit dazu. Seit Kardinal Marx die Ausstellung „Klausur“ zu Pfingsten eröffnet hat, stößt die ungewöhnliche Schau, die im Oktober ihre Pforte wieder schließen wird,  auf großes Publikumsinteresse. Zu den Eigenheiten der Ausstellung gehört, dass im Klostershop Originale der einstigen Schwestern verkauft werden: Servietten, Tafelgeschirr, Bettwäsche, Schlüssel, Bastelarbeiten…. Weiterlesen »

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